Mo, 16. Juli 2018

Sarmingstein-Mord

15.10.2007 17:22

Strafmaß für Mord an Tochter verringert

Jene Frau, die im Jänner letzten Jahres ihre Tochter im oberösterreichischen Sarmingstein getötet und enthauptet hat, muss nach einem Berufungsverfahren statt ursprünglich 15 Jahren nur mehr 13 Jahre hinter Gittern verbringen. Das Oberlandesgericht Linz verringerte am Montag das Strafmaß. Begründet wurde das Urteil damit, dass die eingeschränkte Zurechnungsfähigkeit neu bewertet worden sei. Die psychische und geistige Belastung der Frau mildere die Schuld.

Der Verteidiger der Beschuldigten hatte ursprünglich sogar Nichtigkeitsbeschwerde angemeldet. Dieser wurde vom Obersten Gerichtshof nicht stattgegeben. Somit konnte das Oberlandesgericht am Montag nur über die Strafhöhe entscheiden. In der Verhandlung wiederholte die Frau, was sie schon vor dem Landesgericht gesagt hatte: Sie wisse, dass sie ihrer Tochter nichts getan habe. Das könnte sie nie tun. Sie passe doch auf sie auf.

Alles versucht, um Leiche unkenntlich zu machen
Der 43-Jährigen hat ihre 21-jährige Tochter im Jänner 2006 auf brutalste Weise getötet. Nach der Tat wurde die Tote mit Benzin übergossen und angezündet, dann wurden ihr der Kopf und die Hände abgetrennt, um sie unkenntlich zu machen. Zuletzt wurde sie in die Donau geworfen. Straßenarbeiter fanden aber die verstümmelte Leiche der jungen Frau bei Sarmingstein im Bezirk Perg in Oberösterreich im Strom treibend. Vom Kopf fehlt bis heute jede Spur.

Im Prozess wurde die Frau, die sich nicht schuldig bekannte, sowohl durch mehrere Indizien als auch von Zeugen sowie Sachverständigen massiv belastet. In der Verhandlung machte sie einen physisch und psychisch stark beeinträchtigten Eindruck. Die Geschworenen sprachen die Angeklagte mit 7:1 Stimmen des Mordes und einstimmig der Störung der Totenruhe schuldig. Sie entschieden zudem, dass sie zurechnungsfähig gewesen sei. Die Einweisung in eine Anstalt für abnorme Rechtsbrecher begründete die Richterin mit der „hochgradig potenziellen Gefährlichkeit“ der Angeklagten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.