15.10.2007 10:31 |

Fliegende Spione

USA wollen Libellen und Motten fernsteuern

Was gäbe es für einen besseren Spionagemitarbeiter als ein kleines Insekt, das ferngesteuert mit Minikamera auf Erkundungstour geht? Genau aus diesem Grund arbeiten mehrere US-Militäreinrichtungen an der Realisierung ebendieses Projekts, gelungen ist die Umsetzung bisher allerdings offenbar nicht.

Am fleißigsten forscht derzeit die "Defense Advanced Research Projects Agency" (DARPA),  eine Forschungsagentur des US-Verteidigungsministeriums, an der Fernsteuerung von Insekten, wie die "Washington Post" unter Berufung auf einen Ex-CIA-Mitarbeiter berichtete.

Dabei wollen sich die Forscher den Verpuppungsprozess von Insekten zunutze machen. Bereits während des Puppenstadiums werden den Tieren Mikrochips in Nervensystem und Muskeln eingesetzt, außerdem wird eine Minikamera implantiert. Während der Umwandlung sollen die Tiere, geht es nach den Forschern, die Technik in ihren Körpern voll integrieren und so steuerbar werden. Bisher sei dieser Plan allerdings nicht aufgegangen, so der Ex-Geheimdienstmitarbeiter.

Minilampen für Insektenaugen
Eine weitere Möglichkeit, an der derzeit geforscht wird, ist offenbar, Insekten per Licht fernzusteuern. Da die Tiere bekanntlich von Lichtquellen angezogen werden, wird in Erwägung gezogen, winzige bewegliche Lampen vor den Augen der Insekten anzubringen. Je nachdem, in welche Richtung der Lichtstrahl scheint, würde auch das Tier fliegen - so zumindest die Theorie. Wie weit fortgeschritten diese Pläne sind, ist nicht bekannt.

Schon seit den 1970er-Jahren forscht der US-Geheimdienst CIA an den so genannten "Micro Unmanned Aerial Vehicles" (UAV), unter anderem in Libellenform. Diese fliegenden Mini-Roboter sollten ebenfalls als Spionagewerkzeuge eingesetzt werden, hatten sich allerdings in Flugtests schon bei geringen Windgeschwindigkeiten als kaum steuerbar herausgestellt. Die Versuche dauern bis heute an.

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