Mo, 25. Juni 2018

Kaum zu stoppen

14.10.2007 12:42

Wilde Verfolgungsjagd endet in Salzburg

Eine wilde Verfolgungsjagd hat Sonntag früh ein 26-jähriger Deutscher mit einem gestohlen Pkw ausgelöst: Der Mann floh vor deutschen Autobahnpolizisten mit 240 km/h auf der A8 vom Irschenberg in Bayern über den Walserberg nach Österreich. Endstation waren schließlich die Gleise eines Güterbahnhofes in der Stadt Salzburg.

Kurz vor 5.30 Uhr entdeckte eine Streife der Polizeiinspektion Rosenheim auf der A8 einen VW-Passat mit Darmstädter Kennzeichen, der in Richtung Salzburg unterwegs war. Eine Überprüfung des Kennzeichens ergab, dass der Wagen seit Ende September als gestohlen gemeldet war. Der Lenker des Passats bemerkte offenbar die in Kürze bevorstehende Kontrolle durch die Polizei und gab Gas.

Großaufgebot der Polizei konnte Fahrer nicht stoppen
Der 26-Jährige beschleunigte den hochmotorisierten Passat auf über 200 km/h und raste davon. Mehrere Versuche durch inzwischen hinzugezogene Streifenwagen, den Fahrer anzuhalten, schlugen fehl. Mit Geschwindigkeiten von bis zu 240 km/h setzte der 26-Jährige seine Flucht rigoros und rücksichtslos fort. Selbst mit Unterstützung eines Polizeihubschraubers aus Rosenheim gelang es den inzwischen an die zehn Streifenwagen nicht, den Lenker zu stoppen.

Mit über 200 km/h auf Blockade zugerast
Mit einer Straßenblockade versuchten die Beamten den Fahrer im Bereich Siegdorf (Bayern) dann abermals zum Anhalten zu bewegen. Der Lenker fuhr jedoch unbeeindruckt mit über 200 km/h weiter auf die Streifenwagen zu - offensichtlich bereit, eine Kollision in Kauf zu nehmen. Um einen schweren Unfall zu verhindern, gaben die Polizeibeamten die Fahrspuren wieder frei.

Beamte retten sich mit Sprung über die Leitplanke
Die inzwischen verständigten Beamten aus Salzburg bauten unterdessen eine Sperre am ehemaligen Grenzübergang Walserberg auf: Hier wurde nur eine kleine Lücke für den restlichen Verkehr gelassen, damit dieser nicht in Gefahr geriet. Mit zirka 120 km/h raste der Flüchtige jedoch auch durch diese Sperre. Nur mit einem Sprung über die Leitplanke konnten sich die Polizisten noch rechtzeitig vor dem Flüchtenden in Sicherheit bringen.

Flucht endet in Sackgasse
Über die Westautobahn (A1) ging die Flucht dann weiter, ehe der 26-Jährige bei Eugendorf im Flachgau die Autobahn verließ und in Richtung Stadtmitte Salzburg weiter fuhr. Nachdem er konsequent mehrere rote Ampeln überfahren hatte, geriet der Raser kurz nach 6.00 Uhr im Bereich des Güterbahnhofes in eine Sackgasse. Der Versuch, mit dem Pkw über die Gleise weiterzukommen, misslang. Schließlich saß er auf den Gleisen fest. Die weitere Flucht zu Fuß konnte dann verhindert werden.

Der 26-Jährige - bereits Polizeibekannte - aus Offenbach wurde festgenommen. Er befindet sich nun in Salzburg in Haft und wartet auf die Auslieferung nach Deutschland. Mehrere Strafverfahren warten dann auf ihn: neben Pkw-Diebstahl auch etliche Delikte des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.

Symbolbild

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