Fr, 22. Juni 2018

Wieder verloren!

14.10.2007 15:16

ÖFB-Team unterliegt der Schweiz mit 1:3

Die Schweizer Nationalmannschaft hat am Samstag in Zürich im Testspiel gegen Österreich Revanche für das 1:2 vor einem Jahr in Innsbruck genommen. Das Team von Köbi Kuhn besiegte das ÖFB-Team mit 3:1 (2:1). Die Truppe von Teamchef Josef Hickersberger ist damit 2007 weiterhin ohne Sieg. Die Eidgenossen setzten sich verdient durch und bestätigten damit 237 Tage vor der EURO den unterschiedlichen Trend in den beiden Veranstalterländern.

Für die erst nach der Pause überlegenen Eidgenossen trafen Streller (2., 55.) und Yakin (36.), die Österreicher hatten zwischenzeitlich durch Aufhauser ausgeglichen (11.). Das nächste ÖFB-Länderspiel folgt bereits am Mittwoch in Innsbruck gegen die Elfenbeinküste.

Österreich schon neun Spiele ohne Sieg
Die Truppe von Teamchef Josef Hickersberger ist 2007 weiterhin ohne vollen Erfolg, seit dem 4:1 im November 2006 gegen Trinidad und Tobago gab es in neun Partien fünf Remis und vier Niederlagen. Damit hat das ÖFB-Team ausgerechnet im Vorfeld der Heim-EM die historische Negativmarke aus den Jahren 1973/74 (ebenfalls neun Partien ohne vollen Erfolg) eingestellt.

Schweiz erwischt Bilderbuchstart
Von nobler Zurückhaltung war beim Treffen der EURO-Freunde zunächst nichts zu bemerken. Die Schweizer erwischten einen Bilderbuchstart und weihten das neue, allerdings wenig stimmungsvolle Letzigrund-Stadion beim ersten Ländermatch nach 71 Sekunden mit dem 1:0 ein. Ein Barnetta-Lochpass reichte, um die ÖFB-Defensive zu überrumpeln, Streller behielt alleine vor Manninger cool die Nerven und schoss flach ins linke Eck ein (2.).

Aber auch Österreich trug maßgeblich dazu bei, dass die Fans gleich zu Beginn voll auf ihre Rechnung kamen. Garics tankte sich auf der rechten Seite durch, seinen Stanglpass jagte aber Kuljic aus kurzer Distanz über die Latte (3.). Dafür glänzte Kuljic als Vorbereiter. Nach Ivanschitz-Pass flankte der Austria-Stürmer von links zur Mitte und Aufhauser stellte per Kopf auf 1:1 (11.). Die vor der Partie ausgegebene ÖFB-Marschroute, sich auch von einem eventuellen frühen Rückschlag nicht aus dem Konzept bringen zu lassen, wurde voll umgesetzt.

ÖFB-Team vor der Pause mit Aufwärtstrend
Die mit Legionären von Arsenal, Stuttgart, Leverkusen oder Manchester City gespickte Schweizer Truppe hatte auch danach zu kämpfen, um die größere Klasse auf dem Rasen umzusetzen. Die "Nati", bei der Salzburg-Flügelflitzer Vonlanthen bereits nach 18 Minuten angeschlagen ausgetauscht werden musste, beging zu viele Fehler im Spielaufbau, wirkte alles andere als entschlossen und zeigte "Schlafwagenfußball". Österreich nutzte diese Gelegenheit beim Schopf und machte gute Figur. Vor allem im offensiven Bereich, wo man im Vergleich zu den matten Tests gegen Japan und Chile deutlich zulegte.

Und die ÖFB-Truppe hatte mit Manninger einen hellwachen Rückhalt, der aus kurzer Distanz gegen Degen mit einer Glanztat rettete (32.). Erst dann wurde der Druck der Schweizer wieder höher. Die erneute Führung der Hausherren wurde aber durch einen schrecklichen Kuljic-Fehlpass eingeleitet. Barnetta, der mit Abstand stärkste Schweizer, schnappte sich den Ball, zog Aufhauser, Prödl und Co. auf der linken Seite davon, seinen Querpass verwertete Yakin zum 2:1 (36.). Vor der Pause entschärfte Manninger noch einen präzisen Barnetta-Schuss (42.), ein Yakin-Kopfball landete im Außennetz (42.).

Schweizer "Nati" nach der Pause stärker
Nach der Pause begann der Schweizer Express dann viel besser zu rollen. Österreich konnte sich kaum mehr befreien, offensiv gelang nichts mehr und die logische Folge war das 1:3. Nach Corner von Barnetta, dem damit das dritte Assist gelang, machte Streller per Kopf sein zweites Tor des Abends (55.). Der Streller-Triplepack hätte wenig später perfekt sein können, doch der Basel-Stürmer setzte einen Kopfball knapp drüber (59.).

Im Finish tat sich wenig, die Partie plätscherte Richtung Schlusspfiff. Österreichs nächste Chance auf ein Erfolgserlebnis bietet sich bereits am Mittwoch - in Innsbruck gegen die Elfenbeinküste. Allerdings ohne Youngster Prödl, der sich kurz vor der Pause einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zuzog.

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