Sa, 23. Juni 2018

Bergabbruch

12.10.2007 14:32

Staublawine verdunkelt nach Bergrutsch Gebiet

In den Sextener Dolomiten in Südtirol ist am Freitag ein Teil eines Berggipfels abgebrochen. Über dem Ortsteil Moos bei Sexten war stundenlang eine riesige Staublawine zu beobachten (siehe linker Teil der Foto-Reihe). Die Sicht in dem betroffenen Gebiet war "gleich Null", berichtete ein Feuerwehrmann nach dem Einsatz. Wanderer kamen glücklicherweise nicht zu Schaden.

Laut Einsatzleiter Christoph Pfeifhofer haben alle Wanderer unverletzt Sexten erreicht. "Zu 99 Prozent" gebe es keine Vermissten. Dies habe eine erste Suche entlang der betroffenen Wandersteige ergeben.

Das gesamte Fischleintal war von einer dichten Staubwolke bedeckt, die in Richtung unbewohntes Gebiet abzog und bis ins nahe gelegene Sexten sichtbar war. Der Felsbrocken im Ausmaß von 100 mal 30 mal 20 Metern löste sich knapp unterhalb des Gipfelkreuzes der 2.698 Meter hohen Einserspitze.

Dicke Staubschicht
An Ort und Stelle waren mehr als 100 Einsatzkräfte des Zivilschutzes, zwei Landesgeologen und vier Hubschrauber im Einsatz. Das betroffene Gebiet soll noch mit Wärmebildkameras nach Verletzten abgesucht werden. Augenzeugen berichteten, dass die umliegenden Bergspitzen wie mit Schnee bedeckt aussahen und die Autos auf dem letzten Parkplatz bei der Talschlusshütte mit einer mehrere Zentimeter dicken Staubschicht bedeckt waren.

"Großer Tuscher"
Einige der Wanderer dürften ihr Leben einem Hüttenwirt verdanken. Franz Tschurtschenthaler von der Fischleinbodenhütte war Augen- und Ohrenzeuge des Ereignisses. Die Hütte Tschurtschenthalers befindet sich etwa zwei Kilometer Luftlinie vom Berggipfel entfernt. Gegen neun Uhr habe er "Nebel" beobachtet und sich darüber gewundert, "bei einem so schönen Tag und strahlend blauem Himmel". Mit dem Fernglas habe er dann immer wieder kleinere Steinabbrüche beobachtet. "Gegen zehn Uhr hat es dann einen großen Tuscher gemacht", sagte der Hüttenwirt.

Seinen Gästen, die in den Vormittagsstunden zu ihren Bergzielen aufgebrochen seien, habe er geraten, nicht weiter als bis zum Talschluss zu gehen. Auch die Bergrettung habe er informiert, die die Wanderer dann später zurückgeschickt habe.

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