12.10.2007 09:35 |

Ärztestreik

Kdolsky versteht die Ärzte nicht

Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky hat ihr "Unverständnis" für den drohenden Ärzte-Streik geäußert. Sie habe schließlich eine Arbeitsgruppe eingesetzt, um die "Verständnisprobleme" zu überwinden. Vielleicht wird der Streik aber nicht so umfassend, wie es bisher aussah: Nicht alle Ärzte wollen sich beteiligen.
Kdolsky meinte, die "Verständnisprobleme" in Sachen Gesundheitszentren seien im Rahmen der Finanzausgleichsverhandlungen entstanden - und sie, Kdolsky, habe sich um "Mediation" bemüht. Deshalb sei auch die Arbeitsgruppe eingesetzt worden. Den Vorwurf der Ärzte, sie strebe eine "Verstaatlichung" des Gesundheitssystems zum Beispiel bei der Vergabe von Kassenverträgen an, wies Kdolsky ebenfalls zurück.


Der von der Ärztekammer für 8. November angekündigte Ärzte-Streik sorgt bei den Gewerkschaften für Unmut. Die Kammer könne nicht einfach "stur sagen, wir streiken", sondern solle den Dialog suchen, meinte Johann Hable von Beamtengewerkschaft. Und Bernhard Harreither von der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten merkte an: "Über Streik in den Betrieben entscheidet die Gewerkschaft und nicht die Ärztekammer."

 

Nicht alle wollen streiken
Es mehren sich auch die Stimmen einzelner Ärzte, die nicht verstehen, warum gestreikt werden soll und die sich deswegen nicht am Streik beteiligen wollen. Selbst ganze Spitäler signalisieren, dass sie eigentlich nicht streiken wollen. Die Gewerkschaft der Wiener Spitäler und die der Privatspitäler stellten am Donnerstag die Beteiligung am Streik infrage.
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