Mo, 18. Juni 2018

Hosanna

15.10.2007 10:49

10 Gebote der Passwort-Wahl

Die Hüter des Passworts hatten bei diesen neuen Erkenntnissen keine Freude: Laut einer Studie von McAfee sind die von europäischen Internetusern am häufigsten benutzten Passwörter der Name des eigenen Haustiers, das Lieblingshobby, der Mädchenname der Mutter, das liebste Urlaubsland und das Geburtsdatum des Lebenspartners. Bis zu 41 Prozent der Internetuser benutzen ein und dasselbe Passwort für all ihre Registrierungen. Diese Nachricht verkrafteten die Hüter des Passworts nicht und sendeten ein altes Schiefertafel-Motherboard mit zehn Geboten zur Erde, nach denen sich die Menschheit fortan zu richten habe, damit die Privatsphäre des Individuums geschützt und das eigene Reich das eigene bleibe. Es stand hineingemeißelt...

I. Du sollst nicht (wirklich nicht!) wählen deines eigenen Haustiers Namen!
Bello, Flocki und Blacky vertragen sich nicht sonderlich gut mit neugierigen Arbeitskollegen oder Sitznachbarn an der Uni, die gerne mal deinen privaten E-Mail-Account durchstöbern oder ein paar nicht ganz der Wahrheit entsprechende Intim-Geständnisse auf deinem Myspace-Blog veröffentlichen wollen. Selbiges gilt auch für die anderen vier Posten aus den oben genannten Top 5. Speziell dann, wenn man permanent golft, stets mit I-love-New-York-T-Shirts herumläuft und der Partner am 24. Dezember Geburtstag hat. So etwas merkt sich nämlich jeder.

II. Du sollst dein Passwort nicht mit anderen teilen!
Das gilt nicht nur für den Webmail-Account, sondern auch für Bankomat-PIN und den Handy-Sperrcode. Auch wenn der neue Code deiner Bankomatkarte 6666 lautet und du dieses böse Omen unbedingt Freund oder Freundin mitteilen musst - eh-eh, keine gute Idee...

III. Liebe Zahlen wie dich selbst!
Bello123 ist zwar auch nicht das Gelbe vom Ei, aber noch weniger leicht knackbar als ohne Zahlen. Was heutzutage definitiv "out" ist, sind Buchstaben als Zahlen. 5usi und B6nno sind - speziell wenn Susi eine Hauskatze und Benno ein Dackel ist - mit etwas Freizeit zu überlisten. Es gilt: je beliebiger die Zahlenfolge, desto besser.

IV. Du sollst nicht begehren die Einfachheit!
Ein Passwort für alle Zugänge zu haben, ist bequem, einfach und stressfrei. Aber nur so lange, bis es jemand herausfindet. Dann ist Feuer am Dach und ein Passwort-Super-GAU steht bevor. Du musst nicht für jede Website ein eigenes Passwort haben. Auch eine systematische Abwandlung, eine Neukombination mit Zahlen sind ein guter Schritt zu einem sicheren Umgang mit Passwörtern.

V. Verwende mehrere Usernames!
Wenn sich jemand dein Passwort für einen Zugang einmal geschnappt hat und du nicht immer darauf geachtet hast, verschiedene zu benutzen, dann kannst du diesem Jemand durch einen anderen Usernamen einen Hürde bauen. Benutze eine E-Mail-Adresse, mit der du nur Newsletter empfängst aber nie aktiv Post schreibst, und setze sie für solche Registrierungen ein.

VI. Du sollst nicht zu kurz wählen deines Passwortes Länge!
Vier Zeichen sind zu wenig. Sechs sind auch nicht viel mehr. Ein Passwort sollte schon acht bis zehn Zeichen haben. Je wichtiger und je heikler die Daten, die damit abgerufen werden können, desto länger.

VII. Du sollst die GROSS- und kleinschreibung ehren!
Guatemala ist dein Lieblingsurlaubsland? Dann probier's doch mal mit Gua2TemA6a oder gUa15temaLa. Gu2AtE45malA geht auch...

VIII. Du sollst Äs, Ös, Üs und scharfe S' meiden!
Stell dir vor, du fliegst in den Urlaub nach... äh, Guatemala und möchtest deine E-Mails abrufen. Die Suche nach einem Ä auf einer dortigen Computertastatur könnte etwas länger dauern. Außerdem ist bei Verwendung von Umlauten oder Sonderzeichen nicht gesagt, dass sie von allen Websites akzeptiert werden, was dir unter Umständen ein Kombinations-System zerstören kann.

IX. Meide stetiges Autovervollständigen!
Es zahlt sich aus, bei heiklen Zugängen das Passwort immer händisch einzutippen. Es kann ja auch einmal passieren, dass dein Computer in falsche Hände gerät. Wenn du alle Passwörter gespeichert hast und etwa bei Online-Shops immer automatisch eingeloggt bist, droht schnell Ärger. Etwa dann, wenn dir ein lustiger "Computerfinder" die 128-bändige Enzyklopädie der Botanik für 1.499,- bei Amazon bestellt.

X. Du sollst dein Passwort nie aufschreiben!
Warum? Weil's peinlich wär, wenn jemand den Zettel fände und dann wüsste, dass du zu den Menschen gehörst, die sich ihre Passwörter auf Zettel aufschreiben...

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