Fr, 22. Juni 2018

Privataudienz

07.10.2007 09:09

Österreichs Ski-Asse bei Papst Benedikt XVI.

Der Samstag war ein ganz besonderer Tag im Leben der österreichischen Alpin-Skirennläufer. Tief beeindruckt zeigten sich ansonsten so abgebrühte Athleten von Papst Benedikt XVI., der die ÖSV-Nationalteams zu einer Privataudienz in den Vatikan geladen hatte. "Den Papst zu treffen, war ein tief bewegender Augenblick, für den ich sehr dankbar bin", meinte Olympiasieger Hermann Maier.

Samstagfrüh waren die Ski-Nationalmannschaften inklusive ihrer Betreuer von Salzburg aus nach Rom geflogen. Dort wurden sie von Martin Bolldorf, dem österreichischen Botschafter beim Heiligen Stuhl, empfangen und in den Vatikan begleitet. Pünktlich um 11 Uhr begegnete die insgesamt rund 60 Personen umfassende Delegation in der "Sala Clementina" des Apostolischen Palastes dem Heiligen Vater. Papst Benedikt XVI. wurde mit donnerndem Applaus empfangen.

"In dieser Begegnung ist für uns alle ein großer Wunsch in Erfüllung gegangen", bedankte sich ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel für die Privataudienz. Gesamt-Weltcupsiegerin Nicole Hosp bat den Heiligen Vater darum, "uns mit Ihrer Sympathie und Ihren Gebeten bei unserem Sport, der nicht frei von Gefahren ist, und auf unserem Lebensweg zu begleiten".

"ÖSV-Athleten sind Botschafter und Integrationsfiguren"
Benedikt XVI. dankte und sprach einige Worte: "Im Sport bilden Leib, Geist und Seele eine Einheit. Nur wenn diese im Einklang sind, kann man dauerhaft erfolgreich sein." Die ÖSV-Athleten seien Botschafter und Integrationsfiguren für den Sport. "Ihr seid aber auch Athleten, die um den Siegeskranz eines christlichen Lebens und um das Gute kämpfen."

Die Athleten hatten dem Papst mehrere Geschenke mitgebracht. Eine Weltcup-Kristallkugel als Symbol des Skisports und des weltumspannenden Glaubens, ein Paar Ski, einen Schladminger Lodenjanker und einen Geschenkkorb mit Lebkuchen aus Mariazell. Der Janker soll sicherstellen dass der Papst, ein begeisterter Wanderer, bei Schlechtwetter gut behütet ist.

ÖSV-Asse vom Papst begeistert
Die Reaktionen der ÖSV-Rennläufer nach der Audienz im Vatikan waren durchwegs überschwänglich. Für Hermann Maier war es besonders schön, "diesen Moment mit den Teammitgliedern erleben zu können".  Für Weltcup-Siegerin Nicole Hosp, die den Papst in einer kurzen Rede bat, für das Team zu beten, war es eine "Ehre zum Papst zu sprechen". Auch für Abfahrts-Ass Michael Walchhofer, der täglich vor dem Schlafengehen betet, war es ein "sehr berührender Moment". Auch ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel zeigte sich davon beeindruckt, wie der Papst auf die Skifahrer zugegangen sei. Benedikt sei "die größte Persönlichkeit", die er je getroffen habe.

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