Fr, 20. Juli 2018

Billige Fälschung

06.10.2007 16:17

O.J. wollte Schulden mit gefälschter Rolex tilgen

Eine Rolex-Uhr, die der ehemalige Football-Star O.J. Simpson zur Tilgung von Schadenersatzforderungen abgeben musste, hat sich als Fälschung erwiesen. Sie sei in China angefertigt worden und nicht mehr als 125 Dollar wert, sagte ein Anwalt am Freitag der "Los Angeles Times".

Nach Anordnung eines Richters in Los Angeles im US-Bundesstaat Kalifornien hatte Simpson in dieser Woche die vermeintlich wertvolle Uhr den Angehörigen von Ron Goldman übertragen müssen. Ihr Wert war zuvor mit 12.000 bis 22.000 Dollar (9.000 bis 16.000 Euro) beziffert worden.

Vor zwölf Jahren war Simpson in einem Aufsehen erregenden Prozess um den Doppelmord an seiner früheren Frau Nicole Brown Simpson und deren Freund Ron Goldman überraschend freigesprochen worden. In einem späteren Zivilverfahren wurde er jedoch für den Tod der beiden verantwortlich gemacht und zur Zahlung von über 30 Millionen Dollar (21,2 Millionen Euro) an die Familien der Opfer verpflichtet. Simpson, der seit seinem umstrittenen Freispruch in Florida lebt, hat bisher nur eine geringe Summe abbezahlt.

Anklage wegen Diebstahls
Der 60 Jahre alte Ex-Footballer muss Ende Oktober vor Gericht in Las Vegas erscheinen. Simpson und drei andere Männer sind unter anderem wegen Diebstahls, Körperverletzung, Raubes mit Anwendung von Waffengewalt und Entführung angeklagt. Sie sollen im September in ein Hotelzimmer in Las Vegas eingedrungen sein und zwei Sammler von Fan-Artikeln mit vorgehaltener Waffe zur Herausgabe von angeblich gestohlenen Erinnerungsstücken gezwungen haben.

Nach Anordnung des Richters in Los Angeles müssen auch diese Gegenstände, falls sie sich als Simpsons Eigentum entpuppen, der Familie des Mordopfers übergeben werden.

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