Mi, 18. Juli 2018

"Falscher Staat"

01.10.2007 11:23

Fehler im Schulatlas: Kosovo eigener Staat

Während es auf dem internationalen Parkett noch keine Einigung über die Zukunft der südserbischen Provinz Kosovo gibt, ist die jüngste Auflage des Hölzel-Schulatlas für die fünfte bis achte Schulstufe bereits einen Schritt weiter: Dort erscheint der Kosovo als eigener Staat.

"Die Schrift ist etwas anders als bei den anderen Staaten - aber das sieht offenbar nur ein Experte", meinte Verlagsleiter Lukas Birsak.  "Die optische Differenzierung ist leider misslungen." Die Grenzen des Kosovo sind rot wie Staatsgrenzen - sie würden ja auch durch die NATO kontrolliert, argumentierte Birsak. "Aber natürlich ist der Kosovo kein eigener Staat. Und in den beiden anderen Atlanten unseres Verlags für die Hauptschule und die AHS-Unterstufe ist das auch richtig dargestellt."

Fehler in nächster Auflage behoben
In der nächsten Auflage werde der Fehler behoben sein, "das werden wir extra noch einmal kontrollieren", kündigte der Verlagsleiter an. In der Regel würden die Karten von einem Lektor überprüft, wenn es größere oder mehrere Veränderungen gebe, von einem zweiten Fachmann - möglichst von dem, der die Karte entworfen hat. Das sei vor allem bei Wirtschaftskarten der Fall.

Derzeit laufen Direktverhandlungen zwischen Belgrad und Pristina über den künftigen völkerrechtlichen Status der seit 1999 von der UNO (UNMIK) verwalteten südserbischen Provinz. Während für Pristina einzig die Unabhängigkeit infrage kommt, kämpft Belgrad gegen den Verlust des Kosovo und bietet den Kosovo-Albanern eine weitgehende Autonomie.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.