"Wer in Diskotheken geht, hat ein klares Risiko für Asthma. Von jenen Jugendlichen, die das taten, gaben 12,9 Prozent an, in der Vergangenheit Probleme beim Atmen gehabt zu haben. Im Vergleich dazu hatten nur 9,9 Prozent der Jugendlichen Asthma-Symptome, wenn sie nie in Diskotheken gingen. Der Unterschied ist statistisch signifikant", erklärte Christian Vogelberg von der Universitäts-Kinderklinik in Dresden zu den von ihm erhobenen Daten.
Der Wissenschafter und seine Mitarbeiter haben für die Studie die Daten von 2.910 Probanden gesammelt und analysiert. Sie stammten aus einer Gruppe von Kindern, die im Alter zwischen neun und elf Jahren im Rahmen einer internationalen Studie zum Thema Asthma, Allergien und atopische Dermatitis befragt worden waren. Damals hatten sie nicht an Asthma gelitten. Vogelberg und seine Kollegen schickten ihnen im Alter zwischen 16 und 18 Jahren einen 121 Punkte umfassenden Fragebogen.
Sogar Nerds haben ein geringeres Risiko
Insgesamt gaben 330 Teilnehmer an, im vorangegangenen Jahr zumindest einmal Asthma-Symptome gehabt zu haben. Geringer als im Durchschnitt war diese Rate unter Jugendlichen, die mehr als einmal pro Woche Sport betrieben. Dass Freizeitsport zu einer geringeren Gefährdung durch Asthma führt, war bereits bekannt. Ähnliches ergab sich aber auch für jene Jugendlichen, die in der Freizeit vor allem am Computer saßen. Die Erklärung der Experten: Auch zu Hause wird weniger geraucht als in Discos bzw. ist die Belastung geringer.
Wie stark das Rauchen die Entstehung von Asthma fördert, geht auch aus anderen Zahlen der deutschen Wissenschafter hervor: Unter Probanden mit Asthma waren 19,2 Prozent Raucher, während Nichtraucher nur zu 7,5 Prozent daran litten. Passivrauchen dürfte zwar einen geringeren Effekt als Aktivrauchen haben, aber trotzdem eine Gefährdung - siehe Discos - darstellen.
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