"Alte Freundschaft"

Bundeskanzlerin Merkel trifft den Dalai Lama

Ausland
24.09.2007 08:02
Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat am Sonntag den Dalai Lama zu einem privaten Treffen in Berlin empfangen. Dabei sicherte sie dem geistigen Oberhaupt der Tibeter ihre Unterstützung bei seinen Bemühungen um die Wahrung der kulturellen Identität Tibets zu. Außerdem würdigte sie die Politik des gewaltlosen Strebens nach religiöser und kultureller Autonomie. Das Treffen fand trotz heftiger diplomatischer Proteste aus China statt.

Kanzlerin Merkel empfing den Dalai-Lama nach Alfred Gusenbauer als zweites amtierendes Regierungsoberhaupt Europas. Die Proteste aus China waren aufgrund des geopolitischen Gewichtes Deutschlands wesentlich schärfer ausgefallen als bei seinem Treffen mit Kanzler Gusenbauer. Doch die Forderungen des chinesischen Außenamtes, das nach der chinesischen Invasion aus seinem Heimatland geflüchtete, gottgleich verehrte geistige Oberhaupt der Tibeter "im Interesse der deutsch-chinesischen Beziehungen" nicht zu empfangen, blieben erfolglos. 

Privates Treffen in Berlin
Bei dem privaten, informellen Gespräch mit der Kanzlerin hat der religiöse Führer über seinen Einsatz für seine tibetische Heimat berichtet. Der Friedensnobelpreisträger von 1989 betonte dabei die friedliche, gewaltfreie Natur seines Einsatzes, der ein Streben nach Unabhängigkeit Tibets von der Volksrepublik China ausdrücklich ausschließe.

Das geistliche Oberhaupt der Tibeter sagte im Anschluss, Merkel "hält alte Freundschaften aufrecht, darüber bin ich glücklich". Einige Dutzend Anhänger jubelten dem Dalai Lama am Portal des Kanzleramts zu. Häufig gebe es Menschen, die in hohen Positionen eine erstaunliche Distanz aufbauten. Merkel gehöre nicht dazu, sagte der Dalai Lama.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Ausland
24.09.2007 08:02
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung