21.09.2007 15:43 |

Hufe zu träge

Blamage für Salzburg in Athen

ÖFB-Meister Red Bull Salzburg hat sich am Donnerstag im Erstrunden-Hinspiel des UEFA-Cups auswärts gegen AEK Athen ordentlich blamiert. Die Bullen verloren verdient mit 0:3. Dem griechischen Vizemeister, bei dem ÖFB-Teamgoalie Jürgen Macho ein gelungenes Debüt feierte, genügte vor 35.000 Zuschauern eine Durchschnittsleistung, um den auswärts einmal mehr schwachen ÖFB-Meister klar in die Schranken zu weisen.

ÖFB-Teamtormann Macho feierte bei Athen ein erfolgreiches Debüt und wurde dabei kaum gefordert - Salzburg spielte keine einzige echte Torchance heraus und schaffte keinen einzigen Eckball. Zum Drüberstreuen flog Salzburg-Verteidiger Vargas mit Gelb-Rot vom Platz (71.). Um die von Red Bull klar geforderte Gruppenphase des UEFA Cups doch noch zu erreichen, benötigt Salzburg am 4. Oktober im Heimspiel ein kleines Fußball-Wunder.

Im Duell der beiden in der Champions-League-Quali gescheiterten Clubs stand auf beiden Seiten jeweils ein ÖFB-Teamspieler in der Startformation - bei den Hausherren Goalie Macho, bei den Gästen Mittelfeldspieler Leitgeb. Bei AEK Athen erhielt Tormann-Neuzugang Macho den Vorzug gegenüber Moretto, und das, obwohl der Wiener erst seit etwas mehr als einer Woche in Griechenland trainiert.

Macho gab sein Debüt mit der Rückennummer 50 und erlebte dabei einen geruhsamen Start in sein Griechenland-Abenteuer. Denn AEK startete wie angekündigt ambitioniert und setzte sich nahe des Salzburger Strafraums fest. Belohnt wurden Rivaldo und Co. bereits in der 3. Minute: Nach einem Eckball des Weltfußballers 1999 verlängerte sein brasilianischer Landsmann Julio Cezar per Kopf, und der Portugiese Geraldo Alves vollendete aus kurzer Distanz zum 1:0.

Danach feuerte Athens Solo-Spitze Liberopoulos noch einen gefährlichen Schuss Richtung Salzburg-Tor ab (12.), doch mit der knappen Führung im Rücken gingen es die Griechen doch merklich zurückhaltender an. Und auch der frühe verletzungsbedingte Ausfall des spielstarken Julio Cezar hemmte das Spiel der Hausherren merklich.

Etwas überraschend war auf Salzburger Seite Giovanni Trapattonis Entscheidung, mit dem rechtzeitig fit gewordenen Zickler und Rakic gleich zwei "echte" Stürmer aufzubieten. Dennoch mussten die rund 200 mitgereisten Salzburg-Fans recht lange warten, bis ihre auswärts stets so zaghaften Bullen erstmals halbwegs gefährlich wurden. Ein harmloser Carboni-Volley war die dankbare erste Beute Machos als AEK-Goalie (18.), ein Schuss von Zickler (31.) und ein Kopfball von Sekagya (42.) landeten über dem Tor des Österreichers.

Auch die Salzburger wurden durch eine Blessur zu einer Umstellung gezwungen, Meyer (Verdacht auf Faserriss im Oberschenkel) musste zur Pause Vargas Platz machen.

Nach dem Wechsel plätscherte die Partie vor sich hin. Athen präsentierte sich alles andere als überragend, doch die Salzburger hatten einmal mehr auswärts offensiv so gut wie gar nichts zu bieten. Und wurden mit dem 0:2 bestraft. Tözser tankte sich auf der linken Seite durch, flankte zur Mitte und dort bezwang Rivaldo mit einem herrlichen Volley Salzburg-Goalie Ochs (58.). Wenig später holte sich Rivaldo seinen Abtrittsapplaus und wurde ausgewechselt (60.).

Und Salzburg bettelte förmlich um den dritten Gegentreffer, doch Liberopoulos vergab aus kurzer Distanz stümperhaft (62.). Gefallen ist das 3:0 aber dann doch noch. Mit dem achten Corner von AEK bereitete Tözser den Kopfball-Treffer von Kone vor (82.). Die 35.000 Fans feierten ausgelassen den völlig verdienten Erfolg, auf Giovanni Trapattoni könnten hingegen nach dieser Darbietung harte Zeiten in der Mozartstadt warten.

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