18.09.2007 21:17 |

Billig-Flieger

Warnung vor Angeboten außerhalb der EU

89 Tote - das ist die Schreckensbilanz des Flugzeugunglücks im thailändischen Phuket (Bild). Ein Pilotenfehler soll, wie Dienstag bekannt wurde, zur Tragödie geführt haben. Mit ein Grund, warum viele Sicherheits-Experten nun vehement vor den Risken internationaler Billig-Fluglinien vor allem außerhalb der EU warnen.

Wie alle anderen Passagiere des in Phuket verunglückten Flugzeuges auch, hatte sich der Vorarlberger Marcel Squinobal (34), einer von 41 Überlebenden, für die thailändische Billig-Airline "One-Two-Go" entschieden. Patrick Moosmann, Chef des Last-Minute-Reisebüros "5 vor 12", weiß von den Risiken, die sein Landsmann in diesem Fall eingegangen ist: "Es gibt verschiedene Gründe, warum Billig-Fluglinien vermeintlich günstiger sind. Oft wird dafür beim Bordservice eingespart. Doch anders als in Europa hat es international, vor allem in Afrika oder Asien, meist nur einen Grund: Hier spart man dafür bei Sicherheit und Kontrollen ein."

Kaum Kontrollen durch die Behörden
Ein Umstand, der auch der Europäischen Luftfahrtbehörde bewusst sein dürfte. Sonst gäbe es wohl kaum eine "Blacklist", auf der alle international bedenklichen Fluglinien aufgelistet sind. "In Europa bekämen diese schwarzen Schafe ganz sicher keine Genehmigung", so Patrick Moosmann. "Da oft so gut wie kein Geld vorhanden ist, kaufen die Unternehmen meist alte, ausrangierte Maschinen auf, flicken sie notdürftig zusammen und steigen damit in die Luft. Wirkliche Kontrollen durch Behörden werden hier leider kaum durchgeführt."

Auch die Ausbildung der Piloten soll laut Experten "nicht gerade optimal" sein. "Wir raten unseren Kunden, 50 Euro mehr auszugeben und dafür keine erhöhten Risiken einzugehen", so Patrick Moosmann.

Von Klaus Loibnegger, Kronen Zeitung

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