21.09.2007 16:54 |

Respektables 1:1

Rapid mit großem Schritt in Richtung Gruppenphase

Rapid Wien hat am Donnerstag im Hinspiel der ersten Hauptrunde des UEFA-Cups ein 1:1 bei RSC Anderlecht in Brüssel erreicht und damit einen großen Schritt in Richtung Aufstieg in die Gruppenphase getan. Die Belgier gingen zwar durch Akin früh in Führung (11.), doch Hofmann brachte die Hütteldorfer mit seinem sehenswerten Freistoßtreffer (82.) in eine gute Ausgangsposition. Das Rückspiel findet am 4. Oktober statt. Vor dem Match sind 17 Rapid-Fans nach Zusammenstößen mit der Polizei vorübergehend festgenommen worden.

Die Rapidler starteten engagiert in die Partie, Anderlecht-Goalie Daniel Zitka konnte nach wenigen Sekunden einen Querpass von Steffen Hofmann abfangen. Der belgische Rekordmeister ging aber mit seiner ersten Chance im Spiel in Führung. Nach einer Flanke von Ahmed Hassan scheiterte der von Patocka vollkommen alleingelassene Serhat Akin zwar an Rapid-Keeper Helge Payer, den Nachschuss verwertete der Türke aber zum 1:0 (11.).

Nach diesem Gegentreffer waren die Hütteldorfer völlig verunsichert, hielten kaum einen Ball in den eigenen Reihen und standen unter Dauerdruck. Kopfbälle des belgischen Teamstürmers Mbo Mpenza gingen aber neben (24.) und über (33.) das Tor. Dazwischen hatten die Wiener die erste und vor der Pause auch einzige Großchance. Boskovic spielte für Mate Bilic ideal in den Raum, der neben Bazina als zweite Spitze aufgebotene Rapidler scheiterte mit seinem Schuss aus 20 Metern allerdings an der Stange (29.). In der Nachspielzeit der ersten Hälfte wurde es im Strafraum der Hütteldorfer nochmals gefährlich. Hassan ließ den etwas unsicheren Patocka im Strafraum aussteigen, schoss aber doch deutlich am Tor vorbei.

Die zweite Hälfte begann für die Rapidler mit einer Schrecksekunde. Hassan scheiterte zweimal mit Weitschüssen an dem glänzend parierenden Payer (46.). Danach waren die Wiener aber gegenüber den ersten 45 Minuten wie ausgewechselt, deutlich agiler, gefährlicher und auch in der Defensive etwas sicherer. Mit einer Fußabwehr machte Anderlecht-Schlussmann Zitka einen Bilic-Schuss zunichte (53.), dazu konnte Wasilewski nach einem schönen Thonhofer-Zuspiel in einem Rutschduell mit Bilic gerade noch vor dem Kroaten retten (58.).

Offener Schlagabtausch in der letzten halben Stunde
In den letzten 30 Minuten entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Ein wuchtiger Weitschuss des stark spielenden Lucas Biglia ging nur knapp über die Querlatte (64.). Die Wiener wurden wiederum nach einer Freistoßflanke, die der aufgerückte Tokic mit dem Hinterkopf neben das Tor setzte, gefährlich (68.).

In der Rapid-Viertelstunde waren zunächst die Belgier dem 2:0 näher. Goor versäumte einen Querpass von Van Damme (77.), dazu lenkte Payer einen Akin-Schuss an das Aluminiumgehäuse ab (79.). Die klar bessere Leistung der Wiener in der zweiten Hälfte wurde schlussendlich doch belohnt. Hofmann zirkelte einen Freistoß aus rund 20 Metern unhaltbar für Zitka über die Mauer zum 1:1-Endstand (82.). Für den Deutschen war es bereits der achte Treffer in der laufenden Saison. Die aus dem UI-Cup gekommenen Wiener haben damit alle Chancen, in zwei Wochen den Aufstieg in die UEFA-Cup-Gruppenphase zu fixieren.

Pacult: "Mit dem 1:1 können wir gut leben"
Rapid-Coach Peter Pacult zeigte sich nach dem Match sehr zufrieden: "Die Mannschaft hat über 90 Minuten vom Läuferischen und Spielerischen gemacht, was wir besprochen und uns vorgenommen haben. Schade, dass wir so schnell das Gegentor bekommen haben, als wir eigentlich gut im Spiel waren. Das Ziel war ein gutes Ergebnis zu erreichen und das haben wir geschafft. Mit dem 1:1 können wir gut leben, aber es ist noch ein hartes Stück Arbeit. Das Auswärtstor ist umso wertvoller, sollte es am Ende auch für den Aufstieg reichen. Anderlecht ist mit dem Unentschieden sicher nicht zufrieden, wir auf alle Fälle."

17 Rapid-Fans vor dem Match vorübergehend festgenommen
Im Vorfeld des Fußball-UEFA-Cup-Erstrunden-Hinspiels zwischen RSC Anderlecht und dem SK Rapid haben sich am Donnerstag in Brüssel unschöne Szenen abgespielt. Unmittelbar vor dem Constant-Vanden-Stock-Stadion kam es zu Zusammenstößen zwischen mitgereisten grün-weißen Fans und der zahlreich erschienenen Polizei, die 17 Personen vorübergehend in Gewahrsam nahm. "Die Polizei war sehr streng und hat null Toleranz gezeigt. Zwei bis drei von den 17 Fans haben nicht einmal gewusst, warum sie zum Handkuss gekommen sind", berichtete Rapids Clubservice-Leiter Andy Marek.

Aufgrund einer neuen Präventivhaft-Regelung, die in Belgien nach den Ausschreitungen zwischen Anderlecht und Fenerbahce im vergangenen August eingeführt wurde, wären die Anhänger eigentlich zwölf Stunden in Polizeigewahrsam geblieben - dass sie schließlich doch noch bald nach dem Schlusspfiff die Heimreise antreten durften, hatten sie vor allem Marek zu verdanken.

Die Rapid-Fans hatten in der ersten Hälfte als Protest gegen die verhängte Präventivhaft kaum Stimmung gemacht. 300 der rund 1.000 Anhänger hatten deshalb kurz nach dem Anpfiff das Stadion vorerst verlassen. Nach der Pause kehrten die Fans allerdings wieder zurück und feuerten ihre Mannschaft in gewohnter Manier stimmgewaltig an.

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