Wegen Wasserstreit

SP stößt auf Skepsis

Seit Monaten trommelt die Landes-SP, dirigiert und angeführt von Parteichef Erich Haider, Klubobmann Karl Frais und Parteimanager Christian Denkmaier, gegen den Teil-Börsegang des landeseigenen Ver- und Entsorgers Energie AG. Doch wie kommt diese Kampagne eigentlich bei den Menschen „draußen“ an?

Dieser Frage ist das Linzer IMAS-Institut exklusiv für die „OÖ-Krone“ detailliert nachgegangen - und die Antwort lässt sich mit dem Wort schlecht zusammenfassen. Es ist laut IMAS nämlich so: „Nicht einmal ein Drittel der Bevölkerung hält das von der SP verbreitete Bedrohungsszenario für glaubwürdig, dass eine Teilprivatisierung der Energie AG die Sicherheit der Wasserversorgung in Oberösterreich gefährden würde“, so Meinungsforscher Andreas Kirschhofer. Und weiter: „Eine relative Mehrheit von 41 Prozent bestreitet diese Bedrohung ausdrücklich, die restlichen 28 Prozent sind unentschieden.“ Selbst unter den SP-Anhängern gebe es zwei Fünftel, die zumindest Zweifel an den einschlägigen Aussagen der eigenen Parteispitze hegten, hat die IMAS-Umfrageanalyse ergeben.

Auch die Motive der SP für ihre Kampagne stoßen auf Skepsis: „Lediglich 14 Prozent glauben, dass es Haider tatsächlich vor allem um die Sicherung der Wasserreserven geht. Jeder zweite Oberösterreicher erblickt in der Aktion hingegen ein politisches Kalkül des SP-Parteichefs - also versuchten Stimmenfang“, wie es Kirschhofer formuliert.

Vor diesem Hintergrund wird die Wichtigkeit der Unterschriftenaktion der SP als eher gering eingeschätzt - für den IMAS-Chef „eine Folge der ungemein starken Zweifel an der Redlichkeit“. Insgesamt 32 Prozent bescheinigen der Sammelaktion eine prinzipielle Notwendigkeit, doch 52 Prozent sehen in dieser Initiative wenig bis gar keinen Sinn.

 

 

 

Foto: rubra

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Freitag, 18. Juni 2021
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