13.09.2007 18:41 |

Schachbrett-Killer

Prozessauftakt gegen Moskauer Massenmörder

Ein geständiger Serienmörder, der nach eigenen Angaben mehr als 60 Menschen getötet hat, steht seit Donnerstag in Moskau vor Gericht. Der Hilfsarbeiter erkenne seine Schuld voll an, teilte die Verteidigung des Mannes mit. Die Staatsanwaltschaft konnte bisher nur 49 Morde aus den Jahren 1992 bis 2006 in einem Erholungsgebiet im Süden der Hauptstadt belegen.

Auf die Frage nach dem Motiv antwortete der 33-jährige Angeklagte vor Gericht: "Das hat sich so ergeben." Bei Einvernahmen der Polizei soll der Alexander P. (Bild) die Beamten mit der Aussage "Man hat mich zu früh verhaftet: Ich wollte 64 Menschen töten, einen für jedes Feld eines Schachbretts. Ein Leben ohne Morde war für mich wie ein Leben ohne Essen" geschockt haben.

Der 33-Jährige gab zu, 1992 einen Schulfreund aus dem Fenster gestoßen zu haben, was als Selbstmord klassifiziert wurde. 2001 begann er mit seiner Mordserie: Immer wieder lockte er ältere Menschen unter verschiedenen Vorwänden in eine entlegene Ecke des Moskauer Bittsevsky-Parks. Dort habe er mit ihnen Alkohol getrunken, bis sie wehrlos waren. Dann habe er die größtenteils männlichen Opfer auf verschiedene Weise getötet, so die Anklage.

49 Morde und drei Tatversuche wurden Alexander P. nachgewiesen, in den übrigen Fällen gibt es keine Spuren. 2006 wurde schließlich ein Zettel mit seiner Telefonnummer in der Tasche seines letzten Mordopfers gefunden, das führte zu Verhaftung und Geständnis. Die Mordserie in einem Stadtwald bei Moskau gilt als eines der größten Verbrechen der vergangenen Jahre in Russland.

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