Kurioser Überfall

Bankräuber verlor 7000 Euro Beute

Dümmer, als die Polizei erlaubt! Ein unentschlossener Bankräuber wartete vor einer Linzer VKB so lange, bis der strömende Regen sein mitgebrachtes Papiersackerl derart aufgeweicht hatte, dass es unter der Last der Beute platzte: 7000 Euro verlor der sichtlich nervös gewordene Maskenmann, der mit den restlichen 3900 Euro entkam.

„Offenbar haben ihn Kunden so lange davor abgehalten, in die Bank zu stürmen“, schildert ein Ermittler den Überfall vom Mittwoch, 11.33 Uhr, auf die VKB-Filiale in der Linzer Ziegeleistraße: „Geld her!“

Obwohl der etwa 35- bis 40-jährige Räuber die Bankangestellten mit einer silbernen Pistole bedrohte, ließen sich die drei Frauen weder einschüchtern noch antreiben. Sie drückten erst die Alarmtaste und rückten dann lauter kleine Geldscheine einzeln derart aufreizend langsam heraus, dass der Vermummte beim Einpacken die Nerven verlor: „Schneller! Schneller!“ Dabei verfeuerte er eine Gaspatrone. Zum Weinen!

Schuss und Schreie riefen den Filialleiter aus dem Nebenraum: Christian Feicht verfolgte den davonstolpernden Räuber zum Stadionparkplatz, verlor ihn aber in einem Gebüsch aus den Augen. Eine Großfahndung mit Spürhunden und Hubschraubern blieb erfolglos. Von drei heurigen Banküberfällen in Oberösterreich ist einer geklärt.

 

 

Foto/Repro: Markus Wenzel

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