Do, 19. Juli 2018

Komatrinken mit 65

28.08.2007 11:16

65-jährige Frau braucht Rettungsflug

Koma-Trinken ist nicht nur bei Jugendlichen ein Thema: Bei einer Geburtstagsfeier auf der Innsbrucker Seegrube war die Jubilarin an ihrem 65. Geburtstag so betrunken, dass sie mit dem Notarzthubschrauber geholt werden musste.

Die Feier auf der Seegrube war feucht-fröhlich: Dabei schaute die Jubilarin derart tief ins Weinglas, dass sie auf der Toilette zusammenbrach und ins Koma verfiel. Christophorus 1 startete um 20.08 Uhr zum Noteinsatz und brachte die Frau nach der Erstversorgung ins Krankenhaus Hall.

Trinker in Lebensgefahr
Weitaus tragischer endete die Zecherei eines 26-jährigen Mannes im Tiroler Kirchberg: Gemeinsam mit zwei Begleitern verließ er am Sonntag gegen 3.45 Uhr ein Lokal. Im Übermut kletterte der mit über zwei Promille Alkoholisierte auf einen Baum und wollte weiter auf eine Laterne, um dort Platz zu nehmen. "Dabei brach ein Ast, der Kletterer stürzte mit dem Kopf voraus auf einen asphaltierten Gehsteig ab", so die Polizei. Der Schwerstverletzte wurde zunächst ins Krankenhaus St. Johann gebracht und wenig später von Christophorus 1 in die Klinik nach Innsbruck überstellt. Das Opfer ist in Lebensgefahr.

Der St. Johanner Anästhesist und Notarzt Hubert Krimbacher hat den Patienten behandelt und ist über jüngste Alkoholexzesse entsetzt: "Es vergeht derzeit kaum eine Nacht, in der nicht schwer Alkoholisierte eingeliefert werden. In vielen tragischen Fällen sind junge Menschen betroffen, die zum Teil in der Intensivstation landen. Ich kann ihnen nur raten: Sich betrinken ist nicht lässig, nicht lustig, nicht cool. Hände weg von den harten Getränken - sie wirken sofort, der Körper ist nicht mehr kontrollierbar. Die wahre Stärke liegt im Verzicht."

Von Günther Krauthackl

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