Mo, 23. Juli 2018

Zehnter Todestag

31.08.2007 18:16

Briten gedenken der verstorbenen Diana

Zehn Jahre nach dem Tod von Prinzessin Diana haben die königliche Familie, Freunde und zahlreiche Fans aus aller Welt in London bei zwei Gottesdiensten und zwei Schweigeminuten der „Königin der Herzen“ gedacht. Neben ihren Söhnen, den Prinzen William und Harry, zählten auch Queen Elizabeth II. und Dianas Ex-Mann Prinz Charles zu den 500 Trauergästen in der Kapelle der königlichen Wachregimenter. Am 31. August 1997 war Lady Di bei einem tragischen Verkehrsunfall in einem Pariser Straßentunnel gestorben.

Die englische Königsfamilie hat gemeinsam mit geladenen Gästen in einem bewegenden Gottesdienst des Todes von Prinzessin Diana vor zehn Jahren gedacht. Deren jüngster Sohn Prinz Harry bezeichnete Diana in seiner Rede in der Guards'-Kapelle als "beste Mutter der Welt". Einen Elternteil so früh zu verlieren sei unbeschreiblich traurig, sagte Harry, der zwölf Jahre alt war, als Diana starb. "Es war ein Ereignis, das unser Leben für immer verändert hat, so wie das wohl für jeden war, der in dieser Nacht jemanden verloren hat." Wichtig sei aber, sich so an Diana zu erinnern, wie sie sich das gewünscht hätte: als "lustig, großzügig, bodenständig und völlig wahrhaftig".

William hatte zuvor einen Text des Apostels Paulus an die Epheser über die Liebe Jesu' aus der Bibel verlesen. Harry und sein älterer Bruder Prinz William hatten den mittäglichen Gottesdienst in der Kapelle nahe dem Buckingham-Palast organisiert.

Camilla nahm nicht teil
Angeführt wurde die Liste der Gäste von Königin Elizabeth II. und ihrem Ehemann, Prinz Philip. Auch Charles' jüngerer Bruder Prinz Edward und seine Schwester Anne wohnten dem Gottesdienst bei, für den der Erzbischof von Canterbury, Rowan Williams, ein Gebet schrieb. Darin erinnerte er an Dianas "Verwundbarkeit und ihre Bereitschaft, den Ausgeschlossenen und Vergessenen die Hand zu reichen". Ebenfalls anwesend war Dianas Bruder Earl Spencer, der in seiner Trauerrede vor zehn Jahren das Königshaus heftig kritisiert hatte.

Prinz Charles erschien ohne seine zweite Frau Camilla - ihre zunächst geplante Teilnahme hatte in der Öffentlichkeit Entrüstung hervorgerufen. Camilla sagte schließlich ab und erklärte, sie befürchte, dass ihre Teilnahme die Aufmerksamkeit vom Zweck der Veranstaltung ablenken könnte, die Verdienste von Diana zu würdigen.

Viele prominente Freunde kamen
Prominente Gäste der Zeremonie waren die Popstars Elton John, Bryan Adams und Cliff Richard sowie der Starfotograf Mario Testino und Milliardär Richard Branson. Zu der Gedenkfeier in der Kapelle der königlichen Wachregimenter wurden am Freitag in London auch Premierminister Gordon Brown sowie seine Amtsvorgänger Tony Blair und John Major begrüßt.

Die Bilder des Gedenkens an Diana findest du in der Infobox!

Vor der Guards' Chapel unweit des Buckingham-Palastes hatten sich Hunderte Diana-Fans und Schaulustige aus aller Welt eingefunden, um die Ankunft der Prinzen William und Harry sowie von Königin Elizabeth II. und anderen Prominenten zu erleben.

Zuvor hatten Hunderte Diana-Verehrer an einem öffentlichen Gottesdienst für die Prinzessin vor deren einstiger Residenz, dem Kensington-Palast, teilgenommen. Vor dem Kensington-Palast, der einstigen Residenz der Prinzessin, erklärte Pfarrer Frank Gelli, der Jahrestag ihres Todes sei "eine Zeit des Vergebens und nicht der Vorwürfe".

Schweigeminuten bei Harrods
Zeitgleich folgten Hunderte Kunden und Diana-Verehrer einem Aufruf des Harrods-Besitzers Mohammed Al Fayed, die Prinzessin und seinen an ihrer Seite bei einem Autounfall in Paris umgekommenen Sohn Dodi mit zwei Schweigeminuten zu ehren. Vor einem Schrein mit den Abbildern Dianas und Dodis in dem Kaufhaus legten viele Besucher Blumengebinde nieder. Mohammed Al Fayeds Tochter Camilla Al Fayed nahm dagegen an dem offiziellen Gottesdienst teil.

Neues Verfahren im Oktober
Gerüchte und Verschwörungstheorien sind auch zehn Jahre nach dem Unglück nicht verstummt. Alle offiziellen Untersuchungen kamen bisher zu dem Schluss, dass die Prinzessin von Wales einem Unfall zum Opfer fiel. Dennoch soll ein neues Ermittlungsverfahren im Oktober starten.

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