21.08.2007 19:37 |

Staatsbürgerschaft

Zahl der Einbürgerungen ist gesunken

Die gesetzlichen Voraussetzungen dafür, österreichischer Staatsbürger zu werden, wurden bekanntlich erschwert. Das hat dazu geführt, dass im ersten Halbjahr des heurigen Jahres die Zahl der Einbürgerungen gleich um 53,4 Prozent gesunken ist. In absoluten Zahlen: von 16.790 auf 7820. "Das neue Gesetz zeigt genau jene Wirkung, die wir uns erwartet haben", erklärte Innenminister Platter.

Was die Ausländer nach dem neuen Staatsbürgerschaftsrecht wissen müssen? Sie müssen Grundkenntnisse über Werte, Rechtsordnung und Geschichte Österreichs besitzen. Und sich vor allem in unserer Sprache ausdrücken, verständigen können. "Integration ohne Sprachkenntnis kann nicht funktionieren", erklärt Günther Platter.

Der Minister grundsätzlich: "Die österreichische Staatsbürgerschaft stellt den Endpunkt einer erfolgreichen Integration dar - und ist kein Mittel zur Integration. " Und nach einer Gedankenpause: "Die Staatsbürgerschaft ist eines der wertvollsten Güter, die ein Land zu geben hat - und darf nicht verschleudert werden." Woher die Neo-Österreicher stammen? Vor allem aus Serbien (2363), Bosnien (1876), Türkei (1274), Kroatien (811).

Die neuen Staatsbürger kommen insgesamt aus 89 verschiedenen Ländern. Deutsche Sprachkenntnisse, Wissen über Österreichs Gesetze und Kultur und ein gesicherter Lebensunterhalt sind also die wichtigsten Voraussetzungen für eine Einbürgerung.

Wichtig wäre es, endlich EU-weite einheitliche Regelungen zu schaffen. Nicht nur für die Einbürgerung von Ausländern, sondern auch für die Gewährung des Asyls. Aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis es zu dieser rechtlichen Harmonisierung kommt.
 
Von Dieter Kindermann, Kronen Zeitung
Symbolfoto: APA

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