Fr, 20. Juli 2018

Jetzt wird's ernst

09.08.2007 14:46

Salzburg schaut gebannt in Richtung Donezk

FK Ventspils war für Red Bull Salzburg keine allzu große Hürde auf dem Weg in die Gruppenphase der Fußball-Champions-League. Der lettische Meister wurde souverän mit dem Gesamtscore von 7:0 abserviert, in der dritten und letzten Quali-Runde wartet nun Schachtjor Donezk. "Jetzt geht's los. Jetzt wird's ernst", drückte Sportdirektor Oliver Kreuzer das allgemeine Knistern im Lager des ÖFB-Meisters aus. Herbert Prohaska bezifferte die Bullen-Chancen gegen die Ukrainer mit 50:50 und Giovanni Trapattoni nickte dazu.

Das Hinspiel findet am 15. August (20:30 Uhr, Rückspiel am 29.8.) in einem wohl ausverkauften EM-Stadion Wals Siezenheim statt. Donnerstagmittag waren schon mehr als 16.000 Tickets verkauft. Vor den Vorverkaufskassen hatten sich bis zu 50 Meter lange Schlangen gebildet, das Online-Ticketing-System auf der Homepage war aufgrund der enormen Nachfrage immer wieder kurzfristig zusammen gebrochen.

Das Rückspiel gegen Ventspils, dem 3:0 in Riga folgte ein 4:0 am Mittwochabend in Salzburg, wurde wie erwartet nur zur Pflichtübung (ausführlicher Bericht in der Infobox!), wie im Hinspiel sah Trapattoni aber auch "oberflächliche Fehler", die man sich wohl gegen ein Team wie Donezk nicht allzu oft erlauben sollte. Das sprach auch Rene Aufhauser an, der nach dem Triplepack in Lettland neuerlich einen Treffer beisteuerte. "Da müssen wir den Hebel ansetzen."

Gegen Donezk noch kein neuer Stürmer
Die Stürmersuche bei den "Bullen" ist nach wie vor aktuell. Die Zeit läuft (Deadline 31. August), vor dem Hinspiel gegen Donezk wird es jedoch laut Sportdirektor Oliver Kreuzer keinen Zuschlag geben. "Es gibt Kandidaten, es gibt eine Liste. Aber wir werden das Resultat vom ersten Donezk-Spiel abwarten und dann schauen, ob wir zuschlagen oder nicht."

Angesichts der ständigen englischen Wochen wird Trapattoni weiterhin das Rotationsprinzip betreiben. Unruhe erwartet man deshalb jedoch in der Festspielstadt nicht. "Die Spieler wissen Bescheid, um was es geht", meinte Kreuzer. Flügelflitzer Johan Vonlanthen sprach stellvertretend für die Mannschaft: "Das ist logisch bei so einem Matchrhythmus. Das müssen wir Spieler akzeptieren."

Auch Aufhauser, der vor knapp zwei Wochen gegen den LASK nur auf der Tribüne gesessen war, machte gute Miene zum Wechselspiel: "Wenn man viele Gegner hat, braucht man viele Spieler. Es ist wichtig, dass jeder Kaderspieler auf seine Einsatzminuten kommt."

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