05.08.2007 13:51 |

"Teuflische" Musik

230 Besucher eines Konzerts im Iran verhaftet

Westlich von Teheran haben iranische Polizisten am Samstag 230 Besucher eines Rockkonzerts festgenommen, unter ihnen britische und schwedische Staatsbürger. 230 Besucher des "satanischen" Rockkonzerts im Stadtteil Mohammadjahr in Karaj seien "identifiziert und festgenommen" worden, sagte der Staatsanwalt der Stadt, Ali Farhadi, laut der Website des iranischen Fernsehens.

110 der Festgenommenen seien ins örtliche Gefängnis gebracht worden, die anderen seien noch in Polizeigewahrsam. Ermittlungen seien eingeleitet worden. Die Urteile gegen die "wichtigsten Vertreter dieser satanischen Organisation" sollten bald gesprochen werden, ergänzte Farhadi.

Den Angaben zufolge hatten die Organisatoren auf den Einladungskarten die Frauen aufgefordert, kurze Kleidung zu tragen. Zudem hätten "kompromittierende Fotos" aufgenommen werden sollen, um die Frauen zu "erpressen", berichtete das Fernsehen weiter. Bei den Festgenommenen handle es sich überwiegend um junge, wohlhabende Menschen.

Die Polizei habe Musikanlagen, Alkohol, Raubkopien von CDs, Frauenkleidung und Drogen beschlagnahmt. Die iranischen Behörden gehen regelmäßig gezielt gegen offiziell als unmoralisch eingestufte Verhaltensweisen vor. Ziel der Kampagnen sind etwa nachlässig verschleierte Frauen oder Männer mit westlichen Frisuren und westlicher Kleidung.

Symbolbild

Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).