31.07.2007 12:15 |

Da stimmt was nicht

Überfall auf Dieter Bohlen: Anklage steht fest

Einen Monat vor dem Prozess um den Raubüberfall auf den deutschen Musikproduzenten Dieter Bohlen bleibt die Frage nach der Höhe der Beute ein Rätsel. Bohlen gibt sie weiter mit 60.000 Euro an, die angeklagten jungen Männer beharren aber darauf, nur die Hälfte der Summe geraubt zu haben. Auch in der Klageschrift für den Prozess in Bochum ist nur von 30.000 Euro die Rede...

Doch Dieter Bohlen versteht die Aufregung nicht. Die "Bild"-Zeitung zitierte den 53-Jährigen mit den Worten: "Es waren 60.000 Euro. Bei der Versicherung waren sowieso nur 10.000 Euro versichert. Warum sollte ich mehr angeben? Was diese Kriminellen sagen, interessiert mich nicht."

Der Prozess beginnt am 30. August. Bohlen wird am zweiten Prozesstag am 3. September vor der auswärtigen Kammer des Bochumer Landgerichts in Recklinghausen zum Überfall Stellung nehmen können. "Als Zeugen sind auch Bohlens 23-jährige Freundin Carina, die Haushälterin und der Gärtner geladen", sagte der stellvertretende Sprecher am Landgericht, Thorsten Wienecke. Insgesamt sollen 16 Zeugen aussagen.

Geld ist futsch
Bei dem Überfall auf Bohlens Villa in Tötensen südlich von Hamburg im vergangenen Dezember hatte sich das damals 17 und 18 Jahre alte Duo aus Recklinghausen mit Waffengewalt Zutritt verschafft. Laut Anklageschrift hatten sie 30.000 Euro Bargeld aus dem Tresor und die Handtasche mit 300 Euro von Bohlens Freundin erbeutet. Die Pistole war eine Schreckschusswaffe. Das Geld wollen die finanzschwachen jungen Männer ausgegeben haben.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft droht ihnen eine mehrjährige Haftstrafe.

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