Luftverschmutzung

Feinstaub aus Abgasen verstopft Herzkranzgefäße

Wissen
18.07.2007 12:43
Menschen, die an stark befahrenen Straßen wohnen, leiden einer Studie zufolge besonders oft an einer Verkalkung der Herzkranzgefäße. Dadurch steige das Risiko für einen Herzinfarkt und einen Schlaganfall, berichten Forscher der Universitäten Duisburg-Essen und Düsseldorf. Wohnt man 200 Meter von einer Autobahn oder Bundesstraße entfernt, ist das Risiko dagegen kaum mehr erhöht, fanden die Wissenschaftler bei einer Analyse der Heinz-Nixdorf-Recall-Studie, die in Essen vorgestellt wurde, heraus.

Die Hauptursache für unterschiedliche Feinstaubkonzentrationen in Innenstädten ist nach Angaben der Wissenschaftler der Verkehr. Schon frühere Untersuchungen hätten einen Zusammenhang zwischen der Feinstaubkonzentration und dem Risiko für Herzinfarkte und plötzlichem Herztod gezeigt. Diese Studie verbinde nun aber die Verkehrsbelastung mit der Verkalkung (Arteriosklerose) der Herzkranzgefäße, dem wichtigsten Grund für Herzerkrankungen. „Das ist die erste Studie, die einen Zusammenhang zwischen einer lang andauernden hohen Verkehrsbelastung nahe der Wohnung und der Herzkranzgefäß-Verkalkung untersucht“, erklärte Barbara Hoffmann von Universität Duisburg-Essen.

Knapp 5.000 Person untersucht
Bei der Heinz-Nixdorf-Recall-Studie werden seit dem Jahr 2000 in den drei deutschen Städten Mülheim, Essen und Bochum Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen untersucht. Insgesamt knapp 5.000 zufällig ausgewählte Männer und Frauen im Alter von 45 bis 74 Jahren wurden bei der Erstuntersuchung nach bekannten Risikofaktoren und Vorerkrankungen befragt.

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