12.07.2007 15:10 |

Stau in der Nacht

Hunderte Autofahrer steckten stundenlang fest

Auf der Tauernautobahn in Kärnten ist es in der Nacht auf Donnerstag zu einem Rekordstau gekommen. Zehn Stunden lang steckten hunderte Autofahrer auf der A10 bzw. auf der Ausweichroute B99 fest. Ein Baby und ein vierjähriges Kleinkind mussten mit hohem Fieber ins Krankenhaus gebracht werden.

Grund für den Stau war die Totalsperre der A10 wegen Bauarbeiten zwischen Gmünd und Spittal an der Drau. Als dann ein Unfall auch noch die Umleitungsstrecke über die Katschberg-Bundesstraße blockierte, ging nichts mehr. Hunderte Autofahrer saßen im Liesertal fest und mussten notversorgt werden.

Die im Dunkel der Nacht eingeschlossenen Autofahrer wurden mit Getränken versorgt. Etliche Urlauber waren lediglich in Sommerkleidung unterwegs und litten daher unter der empfindlichen Kälte. Nach Aufhebung der Totalsperre entspannte sich die Lage am Morgen, um 8.00 Uhr hatten sich die Kolonnen weitestgehend aufgelöst.

Kritik an der Asfinag: „Stau war nicht nötig“
"Dieser Stau war nicht notwendig", erklärte ein Autobahnpolizist. Eine Totalsperre sei am Sonntag sinnvoll, wenn keine Schwerfahrzeuge unterwegs seien, doch nicht an einem Wochentag. "Aber das muss die Asfinag verantworten", meinte der Exekutivbeamte. Ähnliche Kritik äußerten viele Autofahrer, welche die Nacht auf der Autobahn verbracht hatten.

Einige Lkw-Fahrer mussten morgens, als es wieder weiterging, von der Polizei erst aufgeweckt werden. Sie hatten auf der Autobahn in ihren Schwerfahrzeugen geschlafen. Am Vormittag herrschte laut Polizei zwar reger Verkehr, es kam jedoch zu keinen gröberen Behinderungen mehr.

Symbolbild

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