04.07.2007 08:47 |

Ammoniak im Fluss

200.000 Chinesen ohne Trinkwasser

Nach der Verschmutzung eines Flusses in Ostchina sind rund 200.000 Menschen ohne Trinkwasser. Im Xinyi-Fluss in der Provinz Jiangsu waren große Mengen giftigen Ammoniaks und Stickstoffs entdeckt worden, so dass die Wasserversorgung gestoppt werden musste. Die Schadstoffwerte sind drei Mal so hoch wie erlaubt gewesen!

Die Ursache der Vergiftung ist noch unklar. Man vermutet sie in den Abwässern von Chemiebetrieben flussaufwärts in der Nachbarprovinz Shandong. „Das Leitungswasser wurde gelb und roch fürchterlich. Kurz darauf wurde die Wasserversorgung unterbrochen“, berichtete ein Bewohner der Region einer chinesischen Nachrichtenagentur.

Es kam zu Hamsterkäufen. Viele Menschen eilten in den Supermarkt, um Trinkwasser zu kaufen. „Ich bin besorgt, weil wir nicht wissen, wann die normale Wasserversorgung wieder aufgenommen werden kann“, so eine Frau aus der Region in dem Bericht. Örtliche Behörden haben indes Wasser aus Brunnen und dem nahe gelegenen Hongze-See organisiert.