27.06.2007 13:19 |

Alt und älter

Lebenserwartung steigt 2006 um ein halbes Jahr

Die Österreicher erreichen ein immer höheres Alter: Im Jahr 2006 ist unsere Lebenserwartung erneut deutlich gestiegen, und zwar um 0,5 Jahre bei Frauen auf nunmehr 82,7 Jahre und um 0,4 Jahre bei den Männern auf 77,1 Jahre.

Damit liegt Österreich bei der Lebenserwartung im internationalen Spitzenfeld. 2006 gab es "nur" 74.295 Sterbefälle - um neun Prozent weniger als noch vor zehn Jahren. Hauptverantwortlich für die geringere Gesamtsterblichkeit ist die sinkende Anzahl an Herz-Kreislauf-Toten. In diesem Bereich ist Sterblichkeit innerhalb von zehn Jahren um 31 Prozent zurückgegangen.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall sind aber noch immer Todesursache Nummer eins mit 44 Prozent aller Todesfälle. Frauen sind wegen ihres höheren Anteils an der älteren Bevölkerung häufiger betroffen als Männer.

Krebs nur Nummer zwei
Für gut ein Viertel (26 Prozent) der Todesfälle waren Krebsleiden - die zweithäufigste Todesursache - verantwortlich. Tödliche Tumore traten bei Männern am häufigsten an der Lunge beziehungsweise den Bronchien, der Prostata und dem Dickdarm auf. Frauen waren hauptsächlich von Brust-, Lungen- und Dickdarmkrebs betroffen. Insgesamt hat die Krebssterblichkeit in den vergangenen zehn Jahren um zehn Prozent abgenommen.

Suizide führten 2006 fast doppelt so häufig zum Tod wie sogenannte Transportmittelunfälle (dabei handelt es sich vorwiegend um Verkehrsunfälle). Von den 1.293 Suiziden wurden rund drei Viertel von Männern begangen, 723 Todesfälle führt die Statistik auf die Transportmittelunfälle zurück.

Samstag, 08. Mai 2021
Wetter Symbol