27.06.2007 22:08 |

Sieg und Niederlage

Aus für Bammer in Wimbledon, Paszek weiter

Österreichs Tennis-As Sybille Bammer ist am Mittwoch bei dem mit 16,7 Millionen Euro dotierten Tennisturnier in Wimbledon in der zweiten Runde ausgeschieden. Sie unterlag der US-Amerikanerin Laura Granville in 68 Minuten glatt mit 1:6,4:6. Landsfrau Tamira Paszek dagegen überstand bei ihrem Debüt im Wimbledon-Hauptbewerb die erste Runde. Die meisten Partien mussten wegen Regens verschoben werden.

Die 16-jährige Vorarlbergerin bezwang die tschechische Qualifikantin Barbora Zahlavova Strycova in 95 Minuten mit 6:4,7:6 (3) und trifft nun (wahrscheinlich am Donnerstag) auf die Französin Tatiana Golovin, die sich gegen Hsieh Su-wei nach Kampf erst in drei Sätzen mit 5:7,6:3,8:6 behauptete.

Paszek zeigte sich über ihren ersten Sieg im Damen-Turnier hocherfreut. "Ich bin sehr, sehr happy", strahlte die 16-Jährige. Bammer dagegen beteuerte ihre Machtlosigkeit gegen das Ausscheiden: "Laura hat heute auf Rasen einen überragenden Tag gehabt, sie hat viel auf die Linien gespielt und gut serviert."

Henin problemlos weiter
French-Open-Siegerin Justine Henin hat sich auf dem Weg zu ihrem ersten Titel in Wimbledon am Mittwoch ohne große Mühe für die dritte Runde qualifiziert. Die belgische Weltranglisten-Erste ließ der Russin Wera Duschewina mit einem 6:0,6:4-Erfolg keine Chance. Ebenfalls weiter im Bewerb stehen die Serbin Jelena Jankovic und die Schweizerin Martina Hingis.

Bei den Herren bewies der zweifache Finalist Andy Roddick (2004, 2005) beim 6:3,6:4,7:6 (3) gegen Danai Udomchoke (THA) auch in diesem Jahr seine Form. Peya-Bezwinger Janko Tipsarevic (SRB) musste bei seinem 6:3,6:2,6:7 (3),3:6,6:2 gegen Florent Serra (FRA) wieder über die volle Distanz gehen.

Regen erlaubte nur 13 von 32 Spielen
Der Spielbetrieb wurde nach der zweiten Regenunterbrechung am Mittwochabend eingestellt. Alle laufenden und ausstehenden Partien wurden auf Donnerstag verschoben. Betroffen ist unter anderen auch Titelverteidiger Roger Federer (SUI), der gegen Juan Martin del Potro (ARG) 6:2,7:5,2:0 führt. In der Partie von Lokalmatador Tim Henman (GBR) gegen Feliciano Lopez (ESP) steht es 1:1. Am Mittwoch konnten lediglich 13 der geplanten 32 Zweitrunden-Spiele über die Bühne gebracht werden.

Weitere Österreicher: Eschauer und Meusburger
Werner Eschauer und Yvonne Meusburger messen sich in Wimbledon  jetzt mit den Top-Stars. Der Niederösterreicher trifft in der 2. Runde der All England Championships nun auf Vorjahresfinalist Rafael Nadal. Der Spanier hat am Dienstag sein Auftaktmatch gegen den US-Amerikaner Mardy Fish 6:3, 7:6 (7:4), 6:3 gewonnen. Die Vorarlbergerin Meusburger bekommt es mit Titelverteidigerin Amelie Mauresmo zu tun. Die als Nummer vier gesetzte Französin feierte einen glatten 6:1, 6:3-Erfolg über die US-Amerikanerin Jamea Jackson.

Eschauer: "Habe nichts zu verlieren"
Eschauer fand beim 6:2, 3:6, 6:4, 6:3 gegen den Spanier Ruben Ramirez-Hidalgo durch ein frühes Break ins Spiel, nach einem weiteren zum 5:2 servierte der 33-Jährige zum 6:2 aus. Nach einem verlorenen zweiten Durchgang ließ sich der Niederösterreicher im dritten Set nicht aus dem Rhythmus bringen. Der im ATP-Ranking als Nummer 72 geführte Österreicher nahm seinem Gegner trotz eines frühen Breaks zweimal den Aufschlag ab. Danach war der Widerstand des Spaniers gebrochen.

"Ich war mutiger über die gesamte Matchdauer. Ich habe das Spiel diktiert und war aggressiver. Sicherlich ist das für die erste Runde auch ein dankbares Los gewesen - ein Spanier in Wimbledon", sagte Eschauer nach seinem ersten Sieg beim Grand Slam Turnier auf Rasen. Zu Nadal meinte er: "Ich habe nichts zu verlieren und kann ganz locker drauf losspielen."

Meusburger überraschte trotz schlechten Starts
Yvonne Meusburger (WTA-Nummer 98) überraschte beim 6:4, 7:5 gegen die im Ranking um 46 Ränge vor ihr platzierte Französin VirginieRazzano trotz eines denkbar ungünstigen Starts. Nachdem die 23-jährige Vorarlbergerin bereits 1:4 zurück gelegen war, holte sie sich fünf Games in Serie. Auch im zweiten Satz blieb Meusburger konstant.

"Ich bin heute wirklich sehr, sehr glücklich. Der erste Sieg bei einem Grand Slam-Turnier bedeutet mir sehr viel, auch weil ich ein gutes Match geliefert habe", so Meusburger. Gegen Vorjahressiegerin Amelie Mauresmo werde sie nun "versuchen, genau so locker ins Spiel zu gehen wie gegen Razzano".

Koubek bei Erstrunden-Auftritt chancenlos
Stefan Koubek kassierte bei seinem Erstrunden-Auftritt gegen den Kanadier Frank Dancevic eine glatte 2:6, 4:6, 2:6-Niederlage. Der Kärntner war gegen seinen im ATP-Ranking um mehr als 50 Ränge hinter ihm klassierten Gegner chancenlos, in 77 Minuten Spielzeit erarbeitete sich der 30-Jährige keine einzige Breakchance.

Sybille Bammer hatte bereits am Montag den Einzug in die zweite Runde geschafft, Alexander Peya war hingegen ausgeschieden (Bericht in der Infobox).

Lokalmatador  Henman nach Marathon-Match weiter
Ebenfalls in Runde zwei eingezogen ist nach einem spektakulären Marathon-Match Lokalmatador Tim Henman. Der 32-jährige Brite setzte sich am Dienstag im "Nachsitzen" 6:3, 1:6, 5:7, 6:2, 13:11 gegen den Spanier Carlos Moya durch. Die Partie war am verregneten Eröffnungstag des Grand-Slam-Turniers am Montagabend beim Stand von 5:5 im fünften Satz abgebrochen worden.

Henman ist nach der Absage des verletzten Andy Murray (Bericht in der Infobox) die große Hoffnung der Briten bei dem mit 16,78 Millionen Euro dotierten Rasen-Turnier. James Blake (USA-9) setzte sich 6:3, 6:4, 6:4 gegen den Russen Igor Andrejew durch.

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