21.06.2007 13:54 |

Gericht bleibt hart

Niederländerin blitzt mit Lotto-Trauma-Klage ab

Ein Amsterdamer Gericht hat die Klage einer Niederländerin abgewiesen, die nach einem verpassten Gewinn die Lotteriegesellschaft für ihre Traumatisierung verantwortlich gemacht hat. Helene de Gier erklärte, sie habe emotionale Schäden erlitten, nachdem sieben ihrer Nachbarn im Postleitzahlenlotto insgesamt fast 14 Millionen Euro gewonnen hatten.

Einer der Glücklichen habe zudem prahlerisch seinen neuen Porsche vor dem Haus zur Schau gestellt, kritisierte die enttäuschte Verliererin. Sie selbst und ihr Mann hatten nicht an der Verlosung teilgenommen.

Bei der Lotterie werden zufällig Postleitzahlen eines Gebietes gezogen. Die Teilnehmer dieser Region können Preise von wenigen Euros bis hin zu Millionenbeträgen gewinnen. Die Bewohner der kleinen Stadt Heusden zogen am 1. Jänner vergangenen Jahres das Große Los. "Bei anderen Lotterien würde man niemals sicher wissen, dass man gewonnen hätte, wenn man nur teilgenommen hätte", beschwerte sich die Klägerin.

Zudem sei die Werbung der Lotteriegesellschaft "emotionale Erpressung", weil sie an die drohende Enttäuschung erinnere, sollten die Nachbarn gewinnen und man selbst leer ausgehen. Der Gedanke an die nächste Verlosung fühle sich deshalb an, wie eine enger werdende Schlinge um ihren Hals, sagte die Verliererin unter Tränen dem Fernsehsender "Nova". Das Gericht ließ ihre Vorwürfe allerdings nicht gelten.

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