20.06.2007 13:53 |

Vorerst keine OP

Melzer hat Angst um seine Karriere

Jürgen Melzer hat sich nach einigen Arztbesuchen entschlossen, noch keinen Operationstermin für sein linkes Handgelenk festzulegen. Sicher weiß Österreichs Nummer 1 im Herren-Tennis nun die Diagnose: Ein Sehnenriss im Handgelenk, außerdem leidet er am Karpaltunnel-Syndrom, einer schmerzhafte Einengung eines Nervs in der Handwurzel.

"Es folgen noch genauere Untersuchungen, denn ich will wissen, woher das kommt", sagte Melzer am Mittwoch. Es gehe ihm nicht darum, die Operation um jeden Preis verhindern zu wollen. Aber es bleibt selbst bei einem gelungenen Eingriff ein Restrisiko, dass das Handgelenk des Linkshänders weiterhin Schmerzen verursacht.

"Klar habe ich Angst - da geht's um meine Karriere", gestand Melzer. Darum will er eben sicher gehen. Melzer hätte für die Operation nun den Vertrauensarzt gefunden, dessen Namen er aber noch nicht nicht nennen will.

Zuvor will der Deutsch Wagramer, der aktuell auf dem 32. Weltranglisten-Platz liegt, noch andere Möglichkeiten ausloten. Angesprochen darauf, ob er auch für alternativ-medizinische Methoden offen ist, sagte Melzer: "Ich werde alles probieren. Und dazu habe ich jetzt ungefähr ein Monat Zeit."

Die Auswirkungen des Karpaltunnel-Syndroms hat Melzer zuletzt besonders stark zu spüren bekommen: "Mein Zeige- und Mittelfinger sind seit Paris stark angeschwollen." Wenn es zum Eingriff kommt, wird es etwa viereinhalb Monate dauern, bis Melzer das Handgelenk wieder voll belasten kann.

Da das Jahr für ihn sportlich gesehen ohnehin gelaufen ist, und er sechs Monate pausieren muss, um das "protected ranking" der ATP in Anspruch nehmen zu können, kann er mit der Operation noch ein wenig zuwarten. Ziel ist es, spätestens bei den Australian Open im Jänner auf die Tour zurückzukehren.

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