Bindermichl

Mehr Licht für A7-Crash-Tunnel

Als Mega-Flop entpuppte sich der einst als sicherste „Röhre“ gepriesene Bindermichl-Tunnel auf der A 7 in Linz: Jeden zweite Tag ein Crash und lange Staus. Ein Bautechniker alarmiert jetzt: Die schlechte Beleuchtung der Überkopfwegweiser verwirre die Lenker und provoziere so regelrecht gefährliche Spurenwechsel.

Ende November 2005 wurde bekanntlich der Tunnel am Bindermichl feierlich eröffnet. Alle Festredner waren voll des Lobes über die 180 Millionen Euro teure Röhre. Mehr Sicherheit, weniger Verkehrsprobleme und kaum Lärm für die Anrainer. Allein diese durften sich freuen, aus der Lärmhölle befreit zu sein, Vogelgezwitscher zu hören und vom Balkon aus auf einen grünen Rasen blicken zu können.

Für Zigtausende Autofahrer dagegen begann eine Misere: Unfälle und kilometerlange Staus fast jeden Tag. Bislang konnte noch keine Abhilfe geschaffen werden. Jetzt schlägt der pensionierte DI für Bauwesen Karl Gruber aus Linz vor: „Die Wegweiser im Tunnel sind schlecht beleuchtet. Lenker erkennen diese Hinweise zu spät, es kommt zu gefährlichen Spurwechseln. Auch über die Sperrlinien.“ Weiters hält Gruber es für sinnvoll, die betroffenen Lenker mit einem genauen Tunnel-Plan zu informieren. „Vor allem ältere Leute trauen sich mit ihren Autos nicht in den Tunnel. Sie lassen sich in Ansfelden abholen“, weiß er.

 

Foto: Horst Einöder

Donnerstag, 17. Juni 2021
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