03.06.2007 12:28 |

"Schlimmer als 9/11"

Gruppe wollte Kerosin- Leitung am JFK sprengen

Terrorfahnder haben einen Anschlag auf US-Stadt New York vereitelt. Eine islamistische Gruppe von vier Männern aus der Karibik soll geplant haben, Treibstoffleitungen und Treibstofftanks des New Yorker John-F.-Kennedy-Flughafens in die Luft zu sprengen. Drei Verdächtige wurden verhaftet, nach einem vierten wird noch gefahndet. „Die Zerstörung wäre unvorstellbar gewesen“, sagte eine Staatsanwältin. Bei der Bekanntgabe des Fahnundungserfolges.

Einer der Verdächtigen wurde dabei mit der Aussage zitiert, die Gruppe habe „eine größere Zerstörung als beim 11. September“ angestrebt. Die Kraftstoffleitung des Flughafens, die von der Gruppe angegriffen werden sollte, führt durch Wohngebiete des New Yorker Stadtteils Queens. Nach bisherigem Ermittlungsstand hatten die Männer aber noch keinen Sprengstoff für den Anschlag beschafft.

Einer der drei Verdächtigen - der aus dem südamerikanischen Land Guyana stammende US-Bürger Russell Defreitas - soll den Plan während seiner Arbeit in der Frachtabfertigung des Flughafens entwickelt haben. Die beiden anderen Personen, Abdul Kadir und Kareem Ibrahim, wurden im Karibikstaat Trinidad und Tobago verhaftet.

Mutmaßlicher Terrorist war Parlamentsabgeordneter
Bei Kadir handelt es sich um einen ehemaligen Abgeordneten des Parlaments von Guyana. Die USA bemühen sich um die Auslieferung der beiden Personen. Auf der Karibikinsel Trinidad wird auch noch nach einem vierten Verdächtigen gefahndet. Als Motiv der Gruppe werden Hass auf die USA, Israel und die westliche Zivilisation angegeben.

Die Verdächtigen haben nach Angaben der US-Behörden die Unterstützung radikaler Gruppen in Südamerika und der Karibik gesucht. Darunter sei auch die muslimische Gruppe Jamaat Al-Muslimeen aus Trinidad und Tobago, die 1990 in dem Karibikstaat einen Staatsstreich versucht hatte.