02.06.2007 15:43 |

Nix mehr wert

Jackson-Andenken um Spottpreis verkauft

Die Versteigerung persönlicher Erinnerungsstücke von Popstar Michael Jackson (48) hat nur einen Bruchteil der erhofften 100 Millionen Dollar (fast 75 Millionen Euro) eingebracht. Die Einnahmen der zweitägigen Auktion in Las Vegas wurden zunächst auf 1,5 bis zwei Millionen Dollar geschätzt. Sie sollten aber noch exakt gezählt werden, teilte das Auktionshaus Guernsey's am Freitagabend mit.

Die Versteigerung fand im Auftrag des in Florida ansässigen Transportunternehmens Universal Express statt, das die Erinnerungsstücke nach einem Konkursverfahren gegen die Familie Jackson erworben hatte. Der selbst ernannte "King of Pop" hatte den Verkauf ursprünglich gerichtlich verhindern wollen, gab aber nach, als einige besonders persönliche Gegenstände von der Versteigerung ausgenommen wurden.

Unter den begehrtesten Stücken bei der Auktion war dann eine rote Offiziersjacke mit goldenem Besatz von dem Designer Bill Whitten, die einmal in Jacksons Garderobe hing. Sie wechselte für 22.800 Dollar (16 963 Euro) den Besitzer. Ein Trophäe für das Bestseller- Album "We Are The World" brachte über 20.000 Dollar ein.

Besitzer erhoffte sich wesentlich mehr
"Wir sind von dem Ergebnis dieser ersten Versteigerung begeistert", sagte der Besitzer der Sammlung, der Unternehmer Richard Altomare nach Ende der Auktion. Vor der Versteigerung hatte er in Interviews jedoch über einen Erlös von wenigstens 100 Millionen Dollar spekuliert. Guernsey's zufolge ist eine zweite Auktion geplant, bei der die Restposten unter den Hammer kommen sollen.

Versteigert wurden Kostüme, Accessoires sowie Bilder und Dokumente aus dem Familienbesitz der Jacksons, darunter ein aufgeputztes "Mae West"-Kleidchen, mit dem Michael Jacksons Schwester Janet als Achtjährige aufgetreten war. Zu ersteigern war auch der Kaufvertrag für die "Neverland Ranch" in Kalifornien, die Jackson 1987 für 30 Millionen Dollar gekauft hatte.

Die Sammlung gehörte einst dem amerikanischen Geschäftsmann Henry Vaccaro. Er hatte sie nach einem mehrjährigen Rechtsstreit mit Jacksons Eltern und Bruder Tito um ein geplatztes Geschäft durch ein Konkursverfahren erhalten und in einem Lagerhaus aufbewahrt. Im März 2004 war Michael Jackson gegen Vaccaro vor Gericht gezogen, um die Veräußerung der Gegenstände zu verhindern. Im Januar 2006 verwarf ein kalifornischer Richter die Klage des Popstars. Vaccaro verkaufte die Sammlung schließlich an Altomare.

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