01.06.2007 18:23 |

Börserl auf!

Fahrscheine & Co.: Was jetzt alles mehr kostet

Ab 1. Juni müssen die Wiener tiefer in die Tasche greifen. Der Grund: An diesem Tag steigen in der Bundeshauptstadt die Preise für Fahrscheine. Aber auch Zigaretten, Benzin und Milch kosten ab jetzt mehr. Ab September steigen dann die Kosten für Parkscheine und das so genannte Parkpickerl. Während sich bei Fahrscheinen die Preise um rund 10 Prozent erhöhen, ist die Preissteigerung für das Parken massiv: Sie beträgt 50 Prozent für den Kurzparkschein!

Durch die Preiserhöhung bei den Wiener Linien kostet der Einzelfahrschein im Vorverkauf jetzt 1,70 Euro (bisher 1,50 Euro, plus 13,3 Prozent). Die Jahreskarte steigt bei Einmalzahlung auf 449 Euro, bei Teilzahlung auf 458 Euro (jeweils plus 9,8 Prozent). Die Wochenkarte kostet ab sofort 14 Euro (plus 12 Prozent), die Monatskarte 49,50 Euro (plus 10 Prozent). Nicht erhöht werden die Tarife für Sozialpassbezieher.

Wie Finanzstadträtin Brauner betonte, wurden die Fahrscheinpreise der Wiener Linien zuletzt per 1. Juni 2002 erhöht. Künftig wird dies häufiger der Fall sein: Steigt der entsprechende Berechnungsindex um 3 Prozent, sollen auch die Fahrscheine teurer werden, und zwar in 5-Cent-Schritten. Ähnliches wird auch bei den Parkgebühren gelten.

Benzin und Parken kostet mehr
Wer sich deswegen überlegt, wieder öfter das Auto zu benutzen, der sei gewarnt: Nicht nur, dass Benzin und Diesel seit Dienstagabend um drei Cent (Benzin) und einen Cent (Diesel) gestiegen sind, auch das Parken wird teurer. Ab 1. September sind pro Stunde 1,20 Euro statt bisher 0,80 Euro fällig. Auch das Parkpickerl kostet ab September mehr. Statt bisher knapp 105 Euro sind für die Anrainer-Ausnahmegenehmigung in parkraumbewirtschafteten Zonen künftig 135 Euro pro Jahr fällig (plus 29 Prozent).

Die Gültigkeitsdauer wird verlängert und vereinheitlicht: Die Parkpickerlzonen in den Bezirken 1 bis 9 und 20 gelten ab September einheitlich von 9.00 bis 22.00 Uhr (bisher bis 9.00 bzw. bis 20.00 Uhr). Die maximale Parkdauer ohne Pickerl beträgt dann überall zwei Stunden.

Wer allerdings dagegen verstößt: Auch die Gebühren fürs Abschleppen sind gestiegen: Falsch geparkte Fahrzeuge werden ab sofort um 192 Euro zum Abschleppplatz nach Simmering gebracht; pro Stelltag kommen 7 Euro dazu.

Einmonatige Kulanzzeit
Für die Einführung der neuen Tarife kündigte Verkehrsstadtrat Schicker eine einmonatige Kulanzzeit bei der Verwendung alter Scheine an. Bereits aufgeklebte Parkpickerl behalten ihre Gültigkeit. Die Erhöhung bei den Wiener Linien wird im ersten vollen Jahr zusätzliche 38 Millionen Euro einbringen. Die Parkgebühren sorgen für weitere 20 Millionen Euro.

Milch wird um zehn bis 15 Prozent teurer
Der Milchpreis in Österreich wird sich in den nächsten Monaten voraussichtlich um 10 bis 15 Prozent erhöhen. Durch die anhaltende Trockenheit in großen Exportländern wie etwa Australien ziehen die Milchpreise auf den Weltmärkten an. "Das wird auch vor Österreich nicht Halt machen", sagte AMA Marketing-Chef Mikinovic am Donnerstag. Mehr dazu findest du in der Linkbox!

Post-Auslands-Porto bald ein Fünftel höher
Und auch Briefe ins Ausland sollen im Herbst teurer werden. Derzeit kosten Inlands-Briefe und Sendungen bis 20 Gramm innerhalb Europas einheitlich 55 Cent. Im Herbst soll das Porto für einen Europa-Brief auf 65 Cent angehoben werden. Das entspricht einer Porto-Anhebung um knapp 20 Prozent. Mehr dazu in der Infobox!

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