29.05.2007 20:23 |

Autobomben

32 Tote bei Selbstmord- Anschlägen in Bagdad

Bei zwei Autobombenanschlägen in Bagdad sind am Dienstag mindestens 46 Menschen ums Leben gekommen. Der folgenschwerste Anschlag mit 25 Toten und mehr als 75 Verletzten ereignete sich in Westen der Stadt nahe einer schiitischen Moschee, berichtete der Sender Stimme des Iraks unter Berufung auf Polizeiangaben. Ein mit Sprengstoff beladener Lastwagen explodierte, als die Gäubigen gerade das Gotteshaus verließen.

Auf einem Platz im Zentrum der irakischen Hauptstadt raste nach Angaben von Augenzeugen ein Selbstmordattentäter in eine Menschenmenge und riss 21 Menschen mit in den Tod.

Derweil starben nach Angaben der amerikanischen Armee insgesamt acht US-Soldaten im Einsatz in der nordöstlich Bagdads gelegenen Provinz Dijala. Sechs Soldaten seien getötet worden, als Sprengsätze neben ihren Fahrzeugen explodierten. Zwei Soldaten kamen beim Absturz ihres Hubschraubers ums Leben.

Offenbar Briten und Deutsche in Bagdad verschleppt
Großbritannien hat am Dienstag bestätigt, dass in Bagdad fünf Briten verschleppt wurden. "Ich kann bestätigen, dass heute Morgen eine Gruppe von fünf britischen Staatsbürgern bei einem Vorfall im Finanzministerium entführt wurden", hieß es aus dem britischen Außenministeriums. Vertreter der britischen Botschaft stünden in Kontakt mit den irakischen Behörden, um eine schnelle Lösung zu finden.

Die irakische Polizei hatte zuvor erklärt, dass auch drei Deutsche verschleppt worden seien. Die deutsche Bundesregierung hat diese Angaben bisher aber nicht bestätigt.

Die Deutschen seien für das irakische Finanzministerium tätig gewesen. Sie seien auf dem Weg zum Ministerium in der Palästina-Straße im Zentrum Bagdads verschleppt worden, hieß es aus irakischen Sicherheitskreisen.

Symbolbild