23.05.2007 18:27 |

Damenprogramm

First Ladies besuchen die Nationalbibliothek

Sicherheitsleute in dunklen Anzügen und mit Sonnenbrillen, eine Schar - vor allem russischer - Journalisten und einige Schaulustige, die ihre Handykameras gezückt haben, warten Mittwochnachmittag vor der Nationalbibliothek auf die russische First Lady Ludmilla Putina. Wertvolle Exponate wurden extra für den Besuch aus dem Archiv geholt.

Ludmilla Putina fährt nicht wie ursprünglich geplant mit dem Auto am Josefsplatz vor, sondern sie spaziert zu Fuß von der Hofburg herüber. Sie trägt ein beiges Kostüm mit rotem Muster, die hochhackigen Schuhe und die Handtasche passen farblich perfekt dazu. Die Frau des russischen Präsidenten erscheint mit Margit Fischer und einem Tross an Sicherheitsleuten, dennoch fällt eines sofort auf: Es geht wesentlich lockerer zu als beim Besuch von US-Präsident Bush im vergangenen Jahr.

Vor dem Eingang der Nationalbibliothek wird Ludmilla Putina von Generaldirektorin Johanna Rachinger begrüßt. Ohne Dolmetscher, denn Putina spricht ja perfekt Deutsch. Im Prunksaal bestaunt der hohe Gast nicht nur den prächtigen Raum - immer wieder wandern ihre Blicke an die Decke -, sondern auch wertvolle Handschriften russischen Ursprungs, Karten sowie Zeitschriften. Interessiert lauscht die First Lady den Erklärungen von Experten und stellt immer wieder Fragen.

Nur die hohen Schuhe dürften erste Spuren an ihren Füßen hinterlassen haben, immer wieder tritt sie von einem Bein auf das andere. Schließlich trägt sich Ludmilla Putina noch in das Gästebuch der Nationalbibliothek ein - das allerdings auf Russisch.

Nach etwa 20 Minuten ist die Führung vorbei, das Programm beim Staatsbesuch ist dicht gedrängt. Doch bevor es zu einer Vorführung in der Spanischen Hofreitschule geht, gönnt sich die russische First Lady noch eine kurze Kaffeepause beim Demel am Kohlmarkt in der City.

Von Doris Vettermann

Freitag, 14. Mai 2021
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