22.05.2007 19:28 |

Bestattungs-Odyssee

Rakete mit Scottys Asche in der Wüste gefunden

Mehr als drei Wochen nach einem Raketen(rund)flug ins All ist die Asche von Star-Trek-Schauspieler „Scotty“, James Doohan, in einer schwer zugänglichen Bergregion des US-Bundesstaates New Mexico gefunden worden. „Die Kapsel mit den Überresten ist unversehrt“, sagte die Sprecherin der US-Bestattungsfirma Space Services, Susan Schonfeld. Im Oktober sollen Teile der Asche des Serienstars erneut starten – diesmal sollen die Überreste aber im Weltall bleiben.

Ein Suchteam hat die Raketenfracht nach einer beschwerlichen Wanderung aufgespürt. Die Behälter mit den Überresten Doohans und der Asche von mehr als 200 Verstorbenen, unter ihnen auch die des Raumfahrtpioniers Gordon Cooper, werden nun an die Angehörigen zurückgegeben, so Schonfeld.

Peilsender an der Rakete gab Hinweis
Die sterblichen Überreste des Schauspielers waren Ende April von einer Raketenabschussrampe in New Mexico ins All geschossen worden. Es sei von Anfang geplant gewesen, dass die Raketen-Fracht nach einem kurzen, suborbitalen Flug wieder auf der Erde landen würde, betonte Schonfeld. Doch die Kapsel verschwand in einem entlegenen Gebirge. Heftige Unwetter in dem unwirtlichen Terrain hatten die Bergung über Wochen hinweg vereitelt. Das Flugobjekt wurde schließlich über Signaltöne entdeckt.

Im Oktober bleibt Teile von Scotty für immer im All
Für Oktober plant das Unternehmen einen weiteren Raumflug mit den Überresten von mehr als 300 Verstorbenen. Auch soll ein Teil von Doohans Asche erneut mit an Bord gehen. Anders als beim letzten Flug soll die Fracht in eine Umlaufbahn gebracht werden. Doohan, der in der Kult-Serie den Chefingenieur des Raumschiffs „Enterprise“, Montgomery Scott, gespielt hatte, starb im Juli 2005 im Alter von 85 Jahren. Seine Witwe hatte immer betont, dass es Doohans Letzter Wille war, im All bestattet zu werden.

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