22.05.2007 18:09 |

Koma-Saufen

Wiener Tankstelle verzichtet auf harte Drinks

Wegen der anhaltenden Debatte um alkoholisierte Jugendliche stellt die Tankstelle am Wiener Schwedenplatz den Verkauf von hochprozentigem Alkohol ein. Die beim Vergnügungsviertel Bermudadreieck gelegene Tankstelle war immer wieder wegen des Verkaufs von Spirituosen kritisiert worden. Begrüßt wurde der Schritt der Tankstelle von Bürgermeister Häupl und Bezirksvorsteherin Stenzel.

"Wir stellen den Verkauf harter Getränke ein", bestätigte BP- Sprecherin Monika Matausch. Schon bald werde die Tankstelle demnach keine Spirituosen anbieten - eine im gesamten BP-Konzern österreichweit einzigartige Maßnahme. Man habe eingesehen, dass es an diesem Standort scheinbar ein gravierendes Problem gebe und man einen relativ hohen Anteil des Umsatzes mit den Spirituosen mache. Zugleich hoffe man, dass auch die umliegenden Supermärkte und Lokale sich an einer konzertierten Aktion beteiligen und etwa von Flatrate- Partys absehen.

Bürgermeister Häupl freut sich
Der Verzicht der Tankstelle am Wiener Schwedenplatz auf Spirituosenverkauf stößt bei Bürgermeister Häupl auf Zustimmung. Man habe mit dem Ölkonzern BP Gespräche mit diesem Ziel geführt und er freue sich, diesem nun zur "freiwilligen Heldentat" zu gratulieren, so Häupl am Dienstag. Die Maßnahme sei ein Vorbild für weitere Tankstellen: "Ich halte Alkohol und Tankstelle per se schon für ein bisschen komisch."

"Das ist ein erster wirklicher Erfolg", freute sich auch die Bezirksvorsteherin der Inneren Stadt, Ursula Stenzel. Die Tankstelle sei über Jahre ein Ärgernis gewesen, weshalb sie lange mit dem Unternehmen in dieser Sache verhandelt habe, so Stenzel. Das Einlenken von BP und das Rückführen der Tankstelle auf ihre Kernkompetenzen sei nun "eine große, wichtige Tat" im Kampf gegen den Jugendalkoholismus.

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