15.05.2007 11:25 |

Alarmierende Bilanz

25 % mehr Verkehrstote seit Jahresanfang

Dramatische Anstiege bei Verkehrstoten und Motorradunfällen haben am Dienstag der Verkehrsclub Österreich und die Generali Versicherung gemeldet. Demnach gab es im ersten Quartal 2007 knapp ein Viertel mehr Tote bei Pkw-Unfällen, nämlich 87. Die Zahl der Schadensfälle bei Motorrad-Crashs stieg um 75 Prozent. Experten führen diese Negativentwicklung auf den milden Winter zurück.

"Das schöne Wetter gibt ein trügerisches Sicherheitsgefühl. Viele fahren dann schneller als erlaubt bzw. für die Verkehrssicherheit gut ist." Damit die Verkehrssicherheit auch bei Sonnenschein hoch ist, brauche es in Österreich niedrigere Tempolimits, betonte VCÖ-Experte Blum.

Die Unfallbilanz des ersten Quartals zeigt, dass in den ersten drei Monaten 123 Personen bei Verkehrsunfällen tödlich verunglückt sind, um 21 mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der VCÖ warnte deshalb, dass Österreich seine Verkehrssicherheitsziele deutlich zu verfehlen drohe. Denn eigentlich sollte die Zahl der tödlich Verunglückten um mindestens acht Prozent sinken, im Regierungsprogramm sei als Ziel "Vision Zero - kein Verkehrstoter" verankert.

Mehr Schadensfälle bei Motorrädern
Auch bei den Zweiradfahrern gibt es laut Generali ein starkes Plus von Schadensfällen in der Motorradversicherung. Die Anzahl der Schadensfälle stieg in den ersten vier Monaten 2007 um fast 75 Prozent, die Höhe der Schadenszahlungen sogar um 86 Prozent. Die Schadenszahlungen haben seit Jänner (mit 1,2 Mio. Euro für rund 700 Schadensfälle) die Ein-Millionen-Euro-Schwelle überschritten. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es erst 630.000 Euro für knapp 400 Schadensfälle.

Generali-Vorstand Kupec nennt als Hauptursache das schöne Wetter und die entfallene "Winterpause" der Biker: Das Wetter dürfte "zu riskanterem Fahrverhalten animiert haben."

Samstag, 12. Juni 2021
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