11.05.2007 16:45 |

Über 5.000 Kilometer

Pinguin verirrt sich von Chile nach Peru

Von Chile nach Peru: Ein Pinguin hat sich über eine Strecke von insgesamt 5.000 Kilometer verirrt. Seine abenteuerliche Reise führte ihn von der Südspitze Südamerikas bis in das Naturreservat von Paracas in Chile. Wegen höherer Wassertemperaturen und neuer Nachbarn sind die Überlebenschancen für den kleinen Meeresvogel in seiner neuen Heimat allerdings gering.

Normalerweise sind die Magellan-Pinguine nicht so reiselustig: Eigentlich leben sie ihr Leben lang zwischen dem südamerikanischen Festland und Feuerland. Miguel Lleellish vom Nationalen Institut für Natürliche Ressourcen in Lima geht deshalb auch davon aus, dass der Pinguin seinen Trip allein zurückgelegt hat. Warum sich der Vogel allerdings über tausende Kilometer verirrte, ist bislang noch nicht klar.

Schwierigkeiten in der Ferne
Um die Überlebenschancen des Tieres steht es in seiner neuen Heimat nun jedoch nicht zum Besten. Zum einen ist das Meereswasser dort um sechs Grad wärmer, zum anderen wird er sich mit seinen neuen Nachbarn, den Humboldt-Pinguinen, wohl kaum verstehen. "In Chile wäre er besser aufgehoben", meint daher Biologe David Orosco. Vor einem möglichen Rücktransport soll bei dem Tier jedoch eine Flügelverletzung ausheilen, die es sich auf seiner langen Reise zugezogen hat. 

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