11.05.2007 16:06 |

Protest geht weiter

Temelin-Gegner kündigen Grenzblockaden an

Die Gegner des Atomkraftwerkes Temelin in Tschechien haben bei zwölf jeweils zweistündigen Grenzblockaden in Ober- und Niederösterreich am Freitagnachmittag noch weitere angekündigt. Es sollen noch mehr und noch längere Protestaktionen durchgeführt werden.

Die Atomgegner wollen damit darauf aufmerksam machen, dass die Tschechische Republik das Melker Abkommen gebrochen habe, weil die darin mit Österreich vereinbarten Sicherheitsnachrüstungen bisher nicht umgesetzt worden seien. Trotz des einstimmigen Entschließungsantrages des Nationalrates im Dezember des Vorjahres verweigere die Bundesregierung die Einleitung einer Völkerrechtsklage.

Jedes weitere Zuwarten sei aber grob fahrlässig und setzte die Bevölkerung der atomaren Gefahr von Temelin aus. Die Grenzblockaden sollen deshalb so lange fortgesetzt werden, bis die Bundesregierung die Klage einleite.

Es sei davon auszugehen, dass bei der nächsten Protestaktion die Anzahl der Grenzübergänge zwischen den zwölf am Freitag betroffenen und allen 16 mit Pkw befahrbaren liegen werde. Außerdem werde die Dauer deutlich über jener vom Freitag liegen, stellten die Atomgegner in Aussicht.

Dienstag, 18. Mai 2021
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