07.05.2007 16:53 |

Ohne Schrecken

Kein Mann fürchtet heute noch Schwiegereltern

Sind Schwiegereltern wirklich so gefürchtet, wie manche Sprüche es uns glauben machen wollen? Eine Umfrage zeigt: 38 Prozent der österreichischen Singles werten es als gutes Zeichen, wenn ihnen die Schwiegereltern vorgestellt werden. Weitere 15 Prozent freuen sich sogar, die Schwiegereltern kennen zu lernen, und nur für zwei Prozent ist die Begegnung mit den Schwiegereltern "ein echtes Gräuel". Rund einem Viertel ist die Begegnung überhaupt gleichgültig.

Die Online-Partneragentur Parship wollte es ganz genau wissen und befragte 886 Parship-User. Das Ergebnis: Wirklich Angst vor dem Treffen mit den Schwiegereltern hat keiner der befragten Männer– für immerhin vier Prozent der Frauen ist es allerdings sehr unangenehm. Viele sind aber neugierig, als welchem "Stall" der neue Partner stammt (16 Prozent der Männer, 17 Prozent der Frauen).

Rund vier Prozent der Männer und nur ein Prozent der Frauen sehen sich die Schwiegereltern deshalb ganz genau an, weil sie wissen wollen, wie der Partner später einmal aussehen könnte.

Der Ländervergleich: Österreich, Schweiz und Deutschland
Grundsätzlich haben die befragten Singles kaum Angst vor dem Treffen mit den Schwiegereltern. Die größten Bedenken haben mit rund sechs Prozent die deutschen Männer. Im Vergleich zu den österreichischen Herren (vier Prozent) ist es den Schweizern und Deutschen doppelt so wichtig, am Aussehen der Familienmitglieder abschätzen zu können, wie die Partnerin in Zukunft aussehen könnte (jeweils acht Prozent).

Besonders die Schweizerinnen (44 Prozent) und Österreicherinnen (41 Prozent) werten es als gutes Zeichen, den Schwiegereltern vorgestellt zu werden – das trifft dagegen nur auf 30 Prozent der deutschen Single-Frauen zu.

Die Expertenmeinung
"Der anfängliche Kontakt zwischen den Eltern des Partners und der zukünftigen Schwiegertochter oder dem zukünftigen Schwiegersohn ist meist entspannt und freundschaftlich. Hier dominieren Neugier und positive Spannung", weiß Parship-Single-Coach Sabine Wery von Limont.

Die Diplompsychologin weiter: "Dazu beigetragen hat vor allem die Emanzipation beider Geschlechter. Während Frauen heutzutage nicht mehr von der Familie des Mannes auf Herz und Nieren geprüft werden, ob sie eine gute Hausfrau abgeben, müssen Männer nicht mehr die Rolle des alleinigen Versorgers ausfüllen. Wenn es trotzdem einmal haken sollte: Versetzen Sie sich in die Rolle Ihrer Schwiegereltern und üben Sie Nachsicht. Es ist nicht so einfach, jemanden los zu lassen."

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