06.05.2007 18:09 |

Vor aller Augen

Mann mitten auf belebter Straße erschossen

Ein Mann hat im deutschen Ort Lauf bei Nürnberg einen Verwandten auf offener Straße in dessen Auto erschossen. Nach ersten Erkenntnissen wurde das Opfer von einem anderen Auto überholt und zum Halten gezwungen. Dann stieg der Täter aus und schoss durch die Scheibe. Der Mann verblutete vor den Augen mehrerer Passanten. Der Schütze floh in seinem Auto.

Dabei hätte die Berliner Polizei den Mord möglicherweise verhindern können: Ein 50 Jahre alter Mann hatte die Beamten Anfang April um Schutz vor einem Verwandten gebeten - nun wurde er von dem 45-Jährigen erschossen. 

Den Beamten zufolge hatte er angegeben, sein Schwager sei psychisch gestört und habe ihn schon mehrmals mit einer Waffe bedroht. Von der Polizei sei daraufhin nicht alles getan worden, was zur Gefahrenabwehr möglich und nötig gewesen wäre. Nun werden dienst- und möglicherweise auch strafrechtliche Ermittlungen gegen die verantwortlichen Beamten geprüft.

Geschockte Zeugen
Am Tatort in der Nähe einer Tankstelle vernahm die Kripo die geschockten Zeugen. "Das ist eine belebte Straße, es waren einige in der Nähe", sagte der Polizeisprecher.