07.05.2007 19:07 |

Keine Überlebenden

Flugzeug im Sumpf: Alle 114 Passagiere tot

Den Absturz des kenianischen Passagierflugzeugs in Kamerun hat keiner der 114 Insassen überlebt. Dies hat die eingehende Untersuchung der Absturzstelle in einem dichten Mangrovensumpf südöstlich der Küstenstadt Douala ergeben. Die Boeing 737-800 der Kenya Airways war in der Nacht auf Samstag kurz nach dem Start abgestürzt. Sie sollte nach Nairobi fliegen.

Als Unglücksursache wurde ein Ausfall beider Triebwerke kurz nach dem Start vermutet. Aus Kreisen der Ermittler von Kenya Airways verlautete, möglicherweise habe das Flugzeug nicht die notwendige Höhe erreicht, um ohne Antrieb zurück zum Flughafen zu gelangen. Die Ermittler untersuchten auch, warum die Maschine kurz nach Aussendung eines Notrufs keine weiteren Signale abgab. Das Flugzeug ist mit einem Sender ausgestattet, der normalerweise zwei Tage lang ohne Unterbrechung arbeiten sollte, um Retter zu der Maschine zu führen.

Flugzeug unter Wasser
Fischer entdeckten die Absturzstelle in einem bewaldeten Gebiet am Rande von Douala. Da wegen des sumpfigen Terrains keine Fahrzeuge dorthin gelangen konnten, kamen die Bergungsarbeiten nur langsam in Gang und wurden zusätzlich durch anhaltenden Regen erschwert. Die Einsatzkräfte entdeckten nur wenige Wrack- und Leichenteile. "Wir nehmen an, dass ein großer Teil des Flugzeugs unter Wasser liegt", sagte Ndjodo.

Der Kontakt zu der Maschine war knapp eine Viertelstunde nach dem Start abgebrochen. Zuvor hatte die Cockpit-Besatzung noch einen Notruf abgesetzt. Zum Zeitpunkt des Unglücks regnete es in der Region stark. "Was immer passiert ist, es muss sehr schnell passiert sein", sagte der US-Luftfahrtexperte Patrick Smith.