04.05.2007 11:28 |

Flucht missglückt

Kubanische Deserteure kapern US-Flugzeug

Bei einer versuchten Flugzeugentführung in Kuba ist eine Geisel ums Leben gekommen. Zwei desertierte Armeerekruten haben ein am Flughafen von Havanna stehendes Flugzeug unter ihre Kontrolle bringen wollen, um in die USA auszufliegen. Während der Aktion haben sie eine Geisel, einen Armeeoffizier, erschossen.
Die kubanische Polizei stürmte das Flugzeug und nahm die beiden Kidnapper, zwei Armeerekruten im Alter von 21 und 19 Jahren, nach einem Schusswechsel fest.


Die Auseinandersetzung fand vor dem Terminal zwei statt, von dem die Flüge nach Miami im US-Staat Florida starten. Die Täter waren mit einem gekidnappten Bus vorgefahren und besetzten eine leere Boeing 737. An Bord des Flugzeugs erschossen sie eine der Geiseln aus dem Bus.


Wachsoldaten getötet

Nach Angaben des Innenministeriums waren die Täter gemeinsam mit zwei anderen Soldaten am 29. April von einem Armeestützpunkt in Managua 25 Kilometer südöstlich von Havanna geflüchtet. Auf ihrer Flucht hatten sie bereits einen Wachsoldaten getötet und einen weiteren verletzt. Einer der Deserteure ist vor dem Entführungsversuch am Flughafen festgenommen worden. Er hat ausgesagt, dass die Deserteure das Land verlassen wollten. Der vierte Flüchtende hat sich den Behörden gestellt.


Die gewarnten Behörden hatten Fahndungsplakate in Havanna und am Flughafen ausgehängt. In ihrer Erklärung machte das Innenministerium die US-Regierung für die Tat mit erantwortlich. Mit ihrer Politik, kubanische Flüchtlinge aufzunehmen, sobald sie US-Territorium beträten, ermutigte die US-Regierung "kriminelle Aktionen von Vandalen", so die kubanischen Behörden.