Ins Netz gegangen

Serien-Bankräuber von Wiener Polizei gefasst

Österreich
30.04.2007 22:48
Acht Raubüberfälle, sechs davon auf Banken, soll ein 25-jähriger Mann aus Wien-Ottakring binnen eines Monats verübt haben. Um seine Schulden zu tilgen dürfte der Familienvater zum Serientäter mutiert sein. Am Sonntag klickten dann die Handschellen. Der Mann habe ein normales Leben geführt, sagen die Ermittler, als Waschmaschinenmechaniker gearbeitet, seine Frau sei im sechsten Monat schwanger.

"Allein 50.000 Euro hat er bei Automaten verspielt", berichtete die Polizei am Montag. Der 25-Jährige musste ein neues Auto kaufen, doch der Kreditantrag wurde abgelehnt - das war sozusagen der Startschuss für den Weg ins Verderben: Am 4. April überfiel er eine Raika-Filiale in der Breitenseer Straße, am 8. April eine Trafik, am 19. April wieder eine Raika in der Linzer Straße, am 24. April eine Erste-Bank-Filiale in der Dornbacher Straße und am 26. April eine Bank-Austria-Filiale am Kardinal Nagl-Platz.

Höhe- und gleichzeitig Schlusspunkt der Überfallserie war der vergangene Freitag, als der Familienvater abermals maskiert und mit einer Spielzeugpistole zuerst eine BAWAG-Filiale in der Josefstädter Straße und nur eine halbe Stunde später eine Bank-Austria-Filiale in der Hernalser Hauptstraße ausraubte.

Der neu gekaufte, aber noch nicht abbezahlte Skoda Superb wurde dem 25-Jährigen schließlich zum Verhängnis. Den Pkw verwendete der Täter nämlich als Fluchtauto. Als der Wagen einmal nicht zur Verfügung stand, griff er auf das Fahrzeug seines Vaters zurück, der davon jedoch nichts wusste. Ausgesandte Lichtbilder sowie die Kfz-Überprüfung überführten schließlich den Mann.

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