Fast in ganz Österreich wurden im heurigen April weniger als 25 Prozent der normalen monatlichen Niederschlagsmenge gemessen. So gab es in Eisenstadt null, in Linz einen Millimeter und in St. Pölten und Wien je zwei Millimeter Niederschlag. Von Innsbruck bis Eisenstadt war es in keiner Landeshauptstadt, Wien ausgenommen, je zuvor so trocken. In Graz und Klagenfurt bleibt der April 1955 der trockenste seit Messbeginn, in Wien fielen im April 1946 wie heuer auch zwei Millimeter.
Die höchste Temperatur des Monats wurde in Gmunden gemessen. Dort war es am 27. April 28,1 Grad heiß. Auch in Innsbruck wurden den Experten zufolge Rekorde gebrochen: In der Tiroler Landeshauptstadt verzeichneten die Meteorologen gleich zwölf Sommertage - also Tage mit Temperaturen um die 25 Grad. Die Monatsmittel lagen, von Westen nach Osten abnehmend, um 2,5 bis 4,5 Grad über dem Normalwert.
Die Zahl der Sonnenstunden war den Wetterfröschen zufolge "unglaublich": Die alten Rekordwerte wurden fast überall übertroffen. Die meisten Sonnenstunden verzeichnete bis zum letzten Tag des Monats Eisenstadt mit 315 Stunden (133 Stunden mehr als normal). Der bisher sonnigste April hatte es hier im Jahr 2000 auf 260 Stunden gebracht.
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