Das geht ins Geld

Duty Free kann ganz schön teuer werden¿

Reisen & Urlaub
02.05.2007 16:26
Für viele zählen die Einkäufe in den Duty-Free-Shops am Flughafen mit zu den Highlights einer Flugreise: Abgabenfrei einkaufen – ein Traum! Oft kann die vermeintliche Schnäppchenjagd jedoch ziemlich teuer werden. Krone.at zeigt dir, worauf du beim Einkauf am Flughafen achten musst und wie du dennoch zu Schnäppchenkäufen im Urlaubsland kommst.

Geschichte des Duty Free
Seinen Anfang nahm das zoll- und abgabenfreie Einkaufen auf Reisen in Irland. Denn in den vierziger Jahren des vorigen Jahrhunderts waren Interkontinental-Flüge über den Atlantik nur mit einem Tankstopp in Irland möglich. Der irische Flughafenbetreiber hatte schließlich eine clevere Geschäftsidee: Warum denn nur am Kerosin verdienen, wenn man doch auch von den Passagieren profitieren kann? Zu Beginn wurde nur ein einziges Produkt an die halb erfrorenen Passagiere verkauft: Eine belebende Mischung aus Kaffee, Whiskey, Zucker und Obers – auch bekannt als Irish Coffee. Und mit der Zeit kam hier ein ganzes Sortiment an Waren aller Art hinzu, die ab 1947 steuer- und abgabenfrei mit Genehmigung der irischen Regierung verkauft wurden. Damit begann die weltweite Erfolgsgeschichte des Duty Free.

Neue Bestimmungen
Seit Inkrafttreten der verschärften Sicherheitsbedingungen im Flugverkehr und den damit geltenden Regeln für den Flüssigkeitstransport im Handgepäck müssen Duty-Free-Käufer jedoch sehr vorsichtig sein. Bei Reisen innerhalb der EU gibt es seit 01. Juli 1999 das klassische Duty-Free nicht mehr – abgabenfreie Käufe heißen hier Travel-Value-Käufe. Diese Käufe sind in der Regel kein Problem. Der als Mitbringsel gekaufte Kognac oder das teure Parfüm wird im Shop versiegelt, und darf in ungeöffnetem Zustand auch im Handgepäck mittransportiert werden. Den Beleg musst du auf jeden Fall mit bei dir tragen. Öffnest du die Verpackung oder hast du den Kaufbeleg nicht bei dir, dann wird dir die Ware am nächsten Kontrollpunkt gleich wieder abgenommen und entsorgt – und du hast ein kleines Vermögen umsonst ausgegeben. 

Vorsicht bei Transferflügen
Wieder anders sieht es aus, wenn du deinen Urlaub in einem Nicht-EU-Land verbringst. Tätigst du deine Einkäufe außerhalb der EU und fliegst direkt nach Österreich, so ist das in der Regel kein Problem. Anders verhält es sich jedoch, wenn du umsteigen musst. Hast du dann in deinem Urlaubsland z.B. einen jamaikanischen Rum gekauft, musst du damit rechnen, dass du Probleme mit den Sicherheitsbehörden am Transferflughafen bekommst. Denn an diesen Kontrollpunkten können dir die Mitbringsel auch trotz Beleg und Versiegelung wieder abgenommen werden. Hier ist Duty-Free erneut zu einer teuren Geldvernichtung für dich geworden. 

Preisvergleichen zahlt sich aus
Und auch der allgemeine Vergleich zeigt: Duty Free ist nicht immer die günstigste Alternative. Vielfach lassen sich die Waren im Diskont-Supermarkt um die Ecke günstiger einkaufen, als im teuren Duty Free am Flughafen. Es empfiehlt sich daher, bei der Ankunft schon mal einen Blick ins Duty Free zu werfen, und dann mit den Preisen in den Supermärkten im Urlaubsland zu vergleichen. Denn speziell Schokolade oder Alkohol kann in den Diskont-Ketten jedes Landes um einiges günstiger erstanden werden.

Weiters gilt es, die allgemeinen Zoll- und Einfuhrgrenzen zu beachten. So kann es dir beispielsweise in der Türkei passieren, wenn du Lederjacken, Teppiche oder Schmuck kaufst, deren Wert 175 Euro übersteigt, dass du diese verzollen musst. Und dann ist das vermeintliche Schnäppchen oft schon wieder ein teurer Spaß. Am besten du informierst dich vor der Abreise bei deinem Reisebüro. 

Echte Schnäppchen lassen sich außerhalb der EU oft noch bei Zigaretten und Parfüms machen. Preise vergleichen und im Vorfeld recherchieren zahlt sich also auch beim Duty-Free-Kauf aus. 

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