25.04.2007 13:16 |

Tschick-Debatte

40% wollen Rauch-Gesetz

Zwei Tage vor der Präsentation der Ergebnisse der Evaluierung von freiwillig eingerichteten Nichtraucherzonen in Lokalen brachte die Wirtschaftskammer Wien am Mittwoch neue Zahlen rund um die Raucherdebatte ins Spiel. Einer Onlinebefragung zufolge sind fast 40 Prozent für eine gesetzliche Regelung des Nikotinkonsums. Die Gastronomen möchten bei der freiwilligen Selbstverpflichtung bleiben.

Nur jeder fünfte Österreicher wünscht sich der Erhebung zufolge ein totales Rauchverbot in der Gastronomie - unter den Nichtrauchern ist es jeder Dritte. Eine gesetzliche räumliche Trennung ist für ein Viertel aller Befragten sinnvoll, die Mehrheit (42 Prozent) möchte, dass der Lokalbesitzer frei über Rauchverbote und qualmfreie Zonen entscheiden kann.

Hälfte will weniger oft ausgehen
Laut der Umfrage würde etwa die Hälfte der Gäste weniger oft ausgehen, wenn in Lokalen ein totales Rauchverbot herrschen würde. Viele Gastronomen fürchten sich angesichts eines Gesetzes vor Umsatzrückgängen, so Gergely.

Nichtraucherzonen in vielen Lokalen gar nicht möglich
Problematisch sei auch die Umsetzung einer räumlichen Trennung von Raucherplätzen und qualmfreien Zonen. In knapp 60 Prozent der Wiener Lokale sei eine solche Vorkehrung kaum oder gar nicht möglich, weil sie nur aus einem einzigen oder einem Raum mit Schankbereich bestehen.

25% für gesetzliche Nichtraucherzone
Die Wiener Gastronomen sprachen sich mehrheitlich (knapp 60 Prozent) für das Weiterbestehen der freiwilligen Selbstverpflichtung aus, wonach Speiselokale ab einer Größe von 75 Quadratmetern zumindest 40 Prozent der Sitzplätze in einem qualmfreien Bereich unterbringen sollten. Eine gesetzliche Nichtraucherzone in Lokalen dieser Größe hält ein Viertel für sinnvoll, ein totales Rauchverbot in der Gastronomie etwas mehr als jeder zehnte Wirt.

Montag, 17. Mai 2021
Wetter Symbol